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Was der Titel unzweideutig ankündigt, das nimmt auf dem neuen Album von Mathias Kaden auch seinen Lauf, abgesehen von In- und Outro widmet der Thüringer sein neues Werk der forscheren Gangart, dem Dancefloor. Dort, wo er seit vielen Jahren zu Hause ist und sich viel lieber aufhält als im Studio, um ein ganzes Album zu produzieren. Aber nach sechs Jahren war es doch mal an der Zeit, den zweiten Longplayer in die Umlaufbahn zu katapultieren. Kaden hat sich Unterstützung geholt, hat viele Elemente von befreundeten Musikern einspielen lassen und hat auch Vocals mit dabei. Lässig entspannt spinnen Aquarius Heaven und Foremore Poets ihren Sprechgesang über die Vierviertelreise. Das kling funky, sexy und macht Spaß. Oder ähnlich Zoe Xenia, die den 90er angehauchten House-Track „Soulmakers“ mit ihrer Stimme vergoldet. Musikalisch tobt sich Kadn ganz Entspannt und ohne klaren Genregrenzen zwischen House, techHouse und Techno aus, schafft es dabei aber auch die Stücke ohne Gesang und Sprache auf Spannung zu halten. Das finale Outro birgt noch eine kleine Überraschung, denn Rocko Schamoni steht am Mikrofon, zitiert – natürlich von Musik untermalt – die von Douglas Greed geschriebenen Zeilen über Energie: „Gibst du sie ab bekommst du sie zurück.
Sie geht niemals verloren. Sie verkleidet sich nur. Sie ist ewig beweglich …“ Nicht ewig, aber noch viele Jahre dürfen wir uns auf Kadens Musik freuen. 9/10 dr.nacht