minupren


 

Hut ab! Nicht jeder Künstler traut sich heutzutage im Internet an sehr umstrittene oder Tabu-Themen ran. Doch so nicht Minupren. Der hat nun ein ganzes Statement verfasst, bei dem es um Drogen und Minderjährige auf Techno-Partys geht. 

Ein DJ mit äußerst gutem Herz und Seele, war Minupren schon immer, auch wenn man das bei seiner harten, manchmal weniger jugendfreien, Musik erstmal nicht vermutet. Doch tatsächlich findet der Künstler für besonders sensible Themen immer die richtigen Worte. So nun auch vor kurzem auf Facebook. Alex Frank, wie Minupren gebürtig heißt, weist darauf hin, dass wir alle mal jung waren und man auch die Minderjährigen mehr integrieren sollte. Außerdem sollte man die U18-Jugend, die die Möglichkeit nutzt auf Techno-Events zu gehen, nicht dafür verurteilen, sondern sich einfach daran zurückerinnern, wie es ist, so jung zu sein. Wie Minupren so schön sagt: „Hierfür brauch ich lediglich mein Verständnis für die Jugend mitbringen.“

Für die, die dann schreien: „Die Jugend von heute ist aber ganz anders als wir damals!“, hat Minupren auch ein paar Worte parat. „Ja die sind anders und die werden immer anders sein. Es macht gar keinen Sinn darüber nachzudenken, ob die Entwicklung irgendwo stehen bleibt. Und auch ich merke, wie sehr unsere Jugend mit der Technisierung zu kämpfen hat. Social Media > Echte Freunde usw… Aber wer sind wir denn, wenn wir diesen Jungen Menschen dann auch noch verbieten, wenigstens am Wochenende mal die Möglichkeit zu haben auf etwas Menschlichkeit, ein ehrliches Gespräch oder einfach mal zu vergessen, dass Zuhause grade alles schief läuft?“ Wir müssen sagen: Recht hat er!

Zum Thema Drogen hat der DJ auch noch ein paar Sätze zu sagen. Alex Frank selber kam zum ersten Mal mit 13 in Kontakt mit stärkerem Alkoholkonsum um Marihuana. Erst mit 34 hat er das erste Mal härtere Drogen ausprobiert. Er selber sei was das angeht immer wachsam geblieben und habe beobachtet was passiert. „Ich habe mich bei dem Thema stets zurück gehalten, auch hier und da mal genauso verurteilt, aber ich hatte ja gar kein Recht dazu, da ich eben keine Erfahrung hatte. Heute schaut das anders aus und ich nehme jedes Gespräch dankend an, sofern meine mir gegebene Zeit das ermöglicht. Und wenn ich mit einem 15 Jährigen über seine Drogenerfahrung spreche, dann nehme ich das Thema ernst und versuche ihm meine Erfahrungen näher zu bringen und zeige ihm eine andere Perspektive, von jemandem den er eventuell respektiert, weil er ehrlich zu ihm war.“ Man solle der Jugend erklären, was wir hier tun und worauf man achten sollte. Denn am Ende geht es ja darum gemeinsam eine tolle Zeit zu haben.

Sehr weise Worte von DJ Minupren, für die er auf Facebook viel Zuspruch erhält. Dafür bedankt er sich auch noch mal per Video und kündigt an, sich nun öfter zu zwischenmenschliche Themen zu äußern, wenn ihm was auf dem Herzen liegt. Finden wir super! (Lesen des ganzen Statements lohnt sich.)

Übrigens erscheint am 15. Februar auch ein neues Album von Minupren, das er gemeinsam mit seiner Freundin, die sich Erna Feierlappen nennt, produziert hat. Dazu trägt es den passenden Namen „Liebe“ und spiegelt  das außergewöhnliche und verrückte Paar musikalisch wieder. Vorbestellen kann man das Werk auf Amazon.

 

 

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