Seit einem Monat läuft die Moskovskaya Producer Challenge powered by FAZEmag! Der erste Aufruf kam vom Fckng-Serious-Labelhead Boris Brejcha, der nun einen Track und somit auch einen Produzenten zum Sieger gekürt hat. Über die große Resonanz dieser ersten Runde konnte er nur staunen: „Ich war überwältigt vom Feedback und den vielen großartigen Einsendungen. Vielen Dank für die mehr als positiven Rückmeldungen. Es ist mir sehr schwergefallen, aus den über 500 Einsendungen einen Gewinner-Track auszusuchen. Aber ich denke, dass wir mit Christian Drömer einen würdigen Gewinner gefunden haben. Herzlichen Glückwunsch!“


 

Christian, stell dich doch unseren Lesern bitte einmal kurz vor.

Mein Name ist Christian Drömer, ich bin 24 Jahre alt und komme aus Weinheim, in der Nähe von Mannheim. Meine Produktionen veröffentliche ich seit 2017 unter dem Namen Martha C und Coverette.

Seit wann beschäftigst du dich mit elektronischer Musik und seit wann produzierst du eigene Tracks?

Im Alter von 13 Jahren habe ich mir meine erste Produktionssoftware zu Weihnachten gewünscht. Die daraus entstandenen Tracks habe ich auf dem Schulhof an Freunde verkauft. Das Ganze ist dann aber relativ schnell wieder eingeschlafen. Mit 17 habe ich mir jedoch eine neue Software zugelegt und angefangen Dance und Hands-Up, aber auch House und erste Technotracks zu produzieren, die ich auf verschiedenen Labels veröffentlichte.

Woher stammt dein Wissen über Musikproduktion?

Das hat sich über die Jahre angesammelt. Wenn ich bei Produktionen nicht weiterwusste, habe ich versucht in Online-Tutorials Antworten zu finden, ansonsten habe ich so lange daran gebastelt, bis es mir gefallen hat.

Wie ist dein Studio aufgebaut?

Mein Studio passt in eine kleine Tasche, denn ich produziere hauptsächlich auf meinem Laptop. Ich arbeite mit Ableton Live und verschiedenen Plug-ins, wie zum Beispiel Nexus oder Serum. Die meisten meiner Synth-Sounds sind jedoch selbst kreiert.

Was macht deinen eingesendeten Track aus – worauf hast du hier besonderen Wert gelegt?

Meiner Meinung nach machen die Synth-Chords den Track „Time Flies“ aus. Sie waren das erste Element und verleihen der Nummer einen melancholischen Charakter. Das Arrangement an sich ist straight und etwas härter gestaltet, um diese Melancholie zu unterstreichen, aber nicht zu zerstören.

Wie lange hast du an dieser Produktion gearbeitet?

Etwa drei Monate, da ich zwischenzeitlich auch an anderen Tracks gearbeitet habe. Gegen Einsendeschluss hatte ich allerdings wenig Zeit und habe an zwei Tagen alles nochmal überarbeitet und fertiggestellt, um den Track rechtzeitig bei euch einzureichen.

Bist du außerdem als DJ oder Live-Act aktiv?

Am Wochenende bin ich als Martha C in verschiedenen Clubs der Rhein-Neckar-Region unterwegs, zurzeit aber relativ wenig, da ich grade meinen Meister als Optiker mache.
Ich nehme trotzdem gerne Gigs an, da ich zeitlich noch genug Kapazität habe. Folgt mir auf Instagram, dort poste ich auch alle aktuellen Gigs und Events.

Welcher Artist oder welches Label inspiriert dich momentan am meisten?

Boris Brejcha und sein Label Fckng Serious sind eine große Inspiration, aber auch Charlotte de Witte und Eli Brown begeistern mich. Außerdem tragen Animar Records von Ben Tax, auf dem meine erste EP veröffentlicht wurde, und ENTD – Einfach nur Techno Digital – ihren Teil dazu bei.

Was sind deine aktuellen Top-3-Hits?

Martha C & Andreas Kampouridis – Hollaback Bitch
Tomcraft – Loneliness (Klub Cut)
Cherrymoon Trax – House of House (Thomas Schumacher Remix)

Welcher Track geht immer?

Klaudia Gawlas – Papillon

Abschließend würden wir gerne wissen, welches Ziel du mit deinen Produktionen verfolgst? Wohin soll die Reise gehen?

Mit meinen Produktionen möchte ich viele Menschen erreichen und zum Tanzen bringen.
Es bereitet mir Freude zu sehen, wie die Hörer auf meine Tracks reagieren, da ich darin meinen Alltag und meine Gefühle verarbeite. Wohin die Reise gehen soll ist ganz klar: auf zu neuen und größeren Ufern!“

Wir wünschen dir viel Spaß und Erfolg für die Zukunft, Christian!

 

 

Und weiter geht es mit der Moskovskaya Producer Challenge, Le Shuuk möchte dieses Mal eure Tracks: