„Ich wünsche mir, dass es bald wieder Veranstaltungen gibt und dass die Szene gut durchgemischt wird“, sagt Gernot Müller. Ein Wunsch, den viele aufgrund der Corona-Situation gut nachvollziehen können. Und dennoch kann sich der 30-Jährige nicht beschweren, denn beruflich läuft es für den Gründer der Musikmarketing-Agentur Voltage Circus trotz der Krise gerade richtig gut.

Vor zehn Jahren startet Gernot Müller in der Musikindustrie, ist damals Mitgründer des Musikfernsehsenders DanceTrippin TV und arbeitet danach für ein großes Musiklabel. Immer häufiger hilft er Artists neben seinem Job aus Spaß bei der Vermarktung ihrer Tracks. Irgendwann häufen sich die Anfragen so, dass er beschließt sich selbstständig zu machen. Seit zwei Jahren ist das jetzt sein Business. Gernot Müller entwickelt für verschiedenste Artists Strategien zur optimalen Vermarktung ihrer Tracks. Die elektronische Musikwelt ist dabei sein Zuhause. Er selbst hört am liebsten Tech-House und ganz besonders gern Loco Dice.

Seine Arbeit umfasst jetzt „alles, was online ist und mit Musik und Marketing zu tun hat“. Oftmals kommen Künstler mit einem Werbebudget für die Veröffentlichung neuer Tracks auf ihn zu. Das Ziel seiner Arbeit ist es dann, dass die neuen Tracks mit der größten Reichweite die richtigen Personen erreichen. Um das zu schaffen, sorgt Gernot Müller für die richtige Verteilung des Werbebudgets. Dazu zählt auch die Auswahl der geeigneten Plattform zur Vermarktung des Tracks, das Buchen von Werbekampagnen und Playlist-Plugging.

80 Prozent seiner Kunden sind aus dem elektronischen Bereich, hier kennt Gernot Müller sich am besten aus. Von kommerziell elektronischen Artists wie Ostblockschlampen und Ran-D bis hin zu Underground-Artists wie Magdalena, betreut Gernot Müller viele verschiedene Künstler. Mit Magdalena ist er sogar regelmäßig auf Tour gewesen und wäre es eigentlich immer noch, hätte die Pandemie nicht die Veranstaltungsbranche lahmgelegt. Dennoch hat Gernot Müller aktuell viele Aufträge, da er mit einigen größeren, internationalen Acts zusammenarbeitet, die noch Budget für die Releases ihrer Tracks haben. Auch wenn das den 30-Jährigen freut, so wünscht er sich für die Zeit nach der Pandemie frischen Wind in der Szene. Gernot hofft, dass dann auch neue Artists eine Chance kriegen und nicht nur die alt etablierten Acts gebucht werden. Für alles Strategische stünde er dann auch gerne zur Verfügung. Bis es wieder soweit ist, arbeitet Gernot Müller zusammen mit Topic an seinem bisher interessantesten Projekt Lili Pistorius.

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