Netto verkauft ab 9. März erstmals Cannabissamen

Cannabissamen
Symbolbild

Der Cannabis-Markt in Deutschland wird immer alltäglicher. Aber diesmal direkt zwischen Blumenerde, Snacks und Tiefkühlpizza. Ab dem 9. März verkauft der Discounter Netto erstmals Cannabis-Samen in ausgewählten Filialen. Was vor ein paar Jahren noch wie eine kühne Zukunftsvision klang, wird nun Realität im Supermarktregal.

Konkret geht es um Samen der Marke „Gutmut Saatgut“. Die Produkte sollen zunächst in 255 Netto-Filialen erhältlich sein, vor allem in Berlin und im nordöstlichen Teil Deutschlands. Für 14,99 Euro pro Packung können Kundinnen und Kunden künftig Hanfgenetik ganz unkompliziert beim Wocheneinkauf mitnehmen.

Im Sortiment stehen drei bekannte Sorten: die indica-lastige „L.A. Kush Cake“, der Hybrid „White Runtz“ und die sativadominierte „Sour Diesel“. Laut Anbieter richtet sich die Auswahl sowohl an Einsteiger als auch an erfahrene Hobby-Grower. Die Genetiken gelten als stabil und sollen sich sowohl für Indoor- als auch Outdoor-Anbau eignen.

Für die Branche ist der Schritt durchaus bemerkenswert. Die Kooperation zwischen einem großen Discounter und einem Cannabis-Start-up zeigt, wie stark sich der Umgang mit der Pflanze in Deutschland verändert hat. Seit der Teillegalisierung gehört der private Anbau für viele Konsumenten zum neuen Alltag – und Samen werden immer häufiger wie klassisches Gartenmaterial behandelt.

Dass sie nun im Supermarktregal auftauchen, dürfte für manche noch überraschend wirken. Für andere ist es schlicht die logische Folge einer Entwicklung, die Cannabis langsam aus der Tabuzone holt und Schritt für Schritt in den Alltag integriert.

Kurz gesagt: Wer beim Netto-Einkauf künftig neben Snacks, Bier und Kräutern auch Cannabissamen aufs Kassenband legt, wird damit wohl kaum noch jemanden überraschen.

Quelle: krautinvest.de

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