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Die Nacht hat auch auf den modernen Menschen nichts von ihrer mystischen Faszination ein- gebüßt. Dunkel lächelnd lockt sie in das Reich des Schlafs – oder verführt dazu, sich ihr einfach kopf- und schlaflos hinzugeben. Mit der neuen Late Night Tales-Compilation, die am 11. September erscheint, verfällt man ihr ohne Umschweife, ohne Wenn und Aber. Dafür sorgt der derzeit scheinbar überall präsente Nils Frahm, der die Late Night Tales von Jon Hopkins übernimmt. Frahm hat mit traumwandlerischer Leichtigkeit Stücke aus verschiedenen Genres und Epochen bearbeitet und arrangiert, mit denen er den Hörer auf eine hypnotische Reise durch die Zeit mitnimmt. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft tanzen zu klassischen Kompositionen, experimentellen elektronischen Stücken über Dub Techno, Jazz bis hin zu Soul. Die Gefährten durch die Nacht sind unter anderem Boards of Canada, Four Tet, Rhythm & Sound, Miles Davis oder, wie passend, Nina Simone: „Who Knows Where The Time Goes?“ Wenn die 22 Musikstücke und als letztes eine Kurzgeschichte verhallen, hat man das Gefühl direkt aus einem wunderbaren Traum aufzuwachen. 10/10 Csilla Letay