Hotflush Recordings, Etruria Beat, Mote Evolver, Mobilee, Soma Quality Recordings – nur ein Teil der Liste von Labels, auf dem der Berghain-Resident Oliver Deutschmann seine Musik veröffentlicht hat. Dazu kommt natürlich sein eigenes Imprint Vidab, auf dem 2013 sein Debütalbum „Out Of The Dark“ erschienen ist. Ganz frisch draußen ist seine neue EP „Special Interests“ auf made of CONCRETE.

Steve Bug – Loverboy (1999, Poker Flat)
Tracks die simpel und gleichzeitig gnadenlos effektiv sind brauchen eine nahezu perfekte Produktion und ein cleveres Arrangement. „Loverboy“ ist für mich das beste Beispiel dafür. Dieser Track geht zur richtigen Zeit immer und überall und wird auch in Zukunft immer und überall den Dancefloor zu einem zufriedenen Lächeln treiben. Ein Meisterwerk!

Daniel Bell – Phreak Yo Body (2003, Logistics)
Habe dieses Teil auf Vinyl und es schon so oft runter genudelt, dass man es kaum noch hören kann. Simpel, geiles Vocal, treibend und gut. Bleeps in Perfektion. Perfekter Minimal Techno mit viel Kurzweil! Wo gibt es sowas heute noch!

Nathan Fake – The Sky Was Pink/Holden Remix (2004, Border Community)
Habe diesen Track zum ersten Mal auf einer Afterhour im Schlesischen Busch in Kreuzberg gespielt. Herrliches Hippie-Feeling überkommt da einen. Ein Track der guten Laune mit viel Pathos, aber auch Darkness an den richtigen Schaltstellen. Keine Ahnung, ob das Techno, Trance, House, Electronica oder was auch immer das ist. Auf jeden Fall einer der ganz großen Tracks der elektronischen Tanzmusik und für immer in meinem Herzen.

Planetary Assault Systems – Surface Noise (1996, Peacefrog)
Über zehn Minuten effektive Genialität von Luke Slater. Absolute Essenz und genial einfach. Wie der Track sich aufbaut und immer weiter rollt, ohne langweilig zu werden. Wenn man da richtig zuhört, tun sich Welten auf – also bei mir zumindest. Und sogar ohne Drogen. Keine Ahnung, was in Luke Slaters Gehirn vorging, damals im Jahre 1996. Das Organ müsste man eigentlich für die Nachwelt aufheben und analysieren und untersuchen. Wie bei Einstein. Luke Slater ist der Produzent der ich immer sein möchte. Habe noch nie etwas Schlechtes oder Langweiliges von ihm gehört. Eigentlich unfassbar, wie lange er schon dabei ist und es immer noch schafft, nicht irrelevant zu werden.

Thomas Schuhmacher – Ficken? (Bush)
Wunderschön knüppelig. Die Kick wummst da so toll vor sich hin. Wenn alles eskaliert, sollte man diesen Track ausgraben. Und wenn sich dann ab Minute 5:30 diese kleine Melodie reinschält, tanzt alles auf den Tischen. Ich bin sowieso ein großer Fan von Thomas, Elektrochemie LK ist auch so ein tolles Projekt von ihm gewesen. Hatte mal vor ein paar Jahren die Ehre, mit ihm ein b2b-Set auf Ibiza zu spielen. Super Typ und super Produzent!

 

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