photo


Sophie Schäfer und Markus Lange starteten vor vier Jahren ihr Projekt Ostblockschlampen, mit dem sie heute erfolgreicher als je zuvor durch die Clubs touren. Bereits ihre erste EP „Rude Nudes“, die auf dem Leipziger Label Dusted Decks Records erschien, fand riesigen Anklang, der bis heute nicht abreißt. Bei Dusted Decks haben die beiden Musiker von Anfang einen Heimathafen gefunden, in dem sie sich bis dato wohlfühlen:

„Wir sind ja mit unserem Projekt schon von Beginn an bei Dusted Decks. Als wir 2009 Ostblockschlampen ins Leben riefen und die Agentur Dusted Decks zur selben Zeit das hauseigene Label gründete, lag es natürlich auf der Hand, mit dem frischen Projekt gleich ein Release auf diesem Imprint zu präsentieren.“ Seit dieser Zeit war das Ostblockgespann pausenlos in Clubs und auf Festivals unterwegs und produzierte fortgehend seinen eigenen speziellen Sound. In diesem Jahr erschien ein neues Album, das das Duo in zwei Teile aufteilte. Zum einen erschien „Signs“ auf Police Records, zum anderen veröffentlichte OMGITM den zweiten Teil „Zambia/Malimba“. „Wir verbringen eigentlich jeden Tag im Studio und haben daher einen sehr großen Output. Letztendlich hatten wir so viel
gutes Material, das veröffentlicht werden wollte, dass es für ein CD-Release einfach zu umfangreich war. Kurzum entschieden wir uns, die Veröffentlichung zu splitten, da durch die sozialen Netzwerke so auch immer wieder neue Aufmerksamkeit auf das Gesamtwerk gelegt werden kann.“ Dabei sind sie sich bei der Entstehung ihrer Musik fast immer einig: „Unsere Studios liegen sich direkt gegenüber, und jeder werkelt immer in seinem eigenen Studio rum. Nachdem mit Sätzen wie ‚ja das ist geil‘ oder ‚nein, mach’ mal was anderes‘ lautstark über die Etage kommentiert wird, setzen wir uns zusammen und arbeiten die Ideen gemeinsam aus. Wir stimmen auch bei 60 bis 70 Prozent der Ideen überein und kommen so pro Woche sicher auf ein bis zwei neue Tracks.“

Auch in diesem Sommer waren Sophie und Markus wieder nonstop unterwegs und ließen kein wichtiges Event aus. Zu ihren Festival-Highlights in diesem Jahr zählen sie Sputnik Spring Break, Airbeat One und Open Beatz. Bei ihren Shows kommt es dabei nicht selten zur völligen Verausgabung – bei den Künstlern selbst sowie bei ihrem Publikum. „Wir denken, es ist ein Geben und Nehmen. Da wir ja nicht die Musik spielen, die die Masse deutscher DJs momentan auflegt, sind die Leute sicher auch heiß aufunseren außergewöhnlichen Style. Bei den Auftritten steckt man sich dann gegenseitig an, das ist einfach jedes Mal wieder der helle Wahnsinn und das Beste, das es gibt. So wie für die Leute die auf dem Dancefloor feiern, ist ein Ostblockschlampen-Set aber auch für uns sehr anstrengend. Wir legen auf, rasten aus, springen rum und müssen dazu noch jede Menge Wodka trinken. Erst letztens haben wir festgestellt, wie krass das eigentlich ist; man liegt am Sonntagmorgen im Bett, ist völlig zugeschüttet mit Adrenalin und spürt einfach jeden Knochen und Muskel. Auf alle Fälle ein super Workout, das gleich wieder die vielen bösen Wodka-Kalorien verbrennt.“ Trotz dieses hohen Energiepensums lieben die Ostblockschlampen, was sie tun, und versprechen für das nächste Jahr genauso viel Spaß wie bisher: „2014 ist die Welteroberung geplant – nein Quatsch … wir machen weiter wie bisher – noch mehr Länder bereisen, noch mehr Musik produzieren und weiterhin diesen Traum und das Privileg ausleben, das uns vergönnt ist. Wir hoffen, dass wir noch mit vielen von euch da draußen gemeinsam eskalieren werden.“

Das könnte dich auch interessieren:
Im Interview: Captain Capa über ihr neues Album “Foxes”
Ante Perry – Be An Ape