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Am Wochenende startet auf den Bonner Rheinauen das Panama Open Air Festival. Neben Headlinern wie Rødhåd, Len Faki, Kollektiv Turmstraße, Extrawelt oder Rudimental liegt es vor allem an den lokalen Größen dem Publikum einzuheizen. Wir haben jetzt mit Chris Di Perri gesprochen, der zu genau dieser Sorte DJs gehört. Was ihn antreibt und was er sonst so alles macht erfahrt ihr im Interview.

 

Hi Chris, diese Woche ist das Panama Open Air in Bonn. Du spielst zum zweiten Mal dort. Aufgeregt?

Hallo, aufgeregt ist glaube ich das falsche Wort. Letztes Jahr habe ich das Closing gespielt und hatte einen super Abend mit coolen Leuten und unglaublicher Stimmung. Ich freue mich sehr, wieder mit dabei zu sein und bin gespannt was die Jungs da dieses Jahr gezaubert haben. Es wird noch größer und noch umfangreicher, ich bin sehr gespannt.

 

Welche tollen Momente vom Panama Festival 2016 an die Du Dich gerne erinnerst?

Es kam kurz vor Ende meines Sets jemand zu mir in die Booth und hat sich für diesen Moment bedankt und dafür, dass ich zusammen mit der Crowd gefeiert habe. Abgesehen davon das allgemein die gute Organisation etc. positiv in Erinnerung blieb.

 

In deiner Heimatstadt Köln hast Du in allen Clubs schon gespielt und hostest aktuell eine eigene Partyreihe im Subway als B2B Session. Das Subway ist eher ein Urban-lastiger Club, wie habt Ihr euch gefunden? Wie suchst Du deine Back2Back Partner aus?

Schön das ihr das ansprecht. Sub rosa ist mein neues Baby in Köln. Ich würde gerne wieder zurück dahin wo alles angefangen hat, den Leuten eine Party geben wo es keine große Rolle spielt wer gerade Headliner ist oder was für Credits hinter seinem Namen stehen. Es geht darum einem Local DJ die Chance zu geben sein Können unter Beweis zu stellen, einen Resident mit einzubinden und einen befreundeten Act als meinen B2B Partner zu integrieren. Wichtig für mich ist, dass die Leute mal wieder fragen wer dort gerade spielt und man im Club als Einheit (Crowd+DJs) feiert. Das Subway ist einfach ein unglaublicher Underground Laden mit einem super Soundsystem, der nicht unbedingt bekannt für „Techno–Partys“ ist. Ich würde gerne einfach mal wieder was anderes in Köln schaffen! Subrosa soll nach dem Motto „Under The Rose“ den Leuten einfach wieder einen Underground–Place in intimer Atmosphäre geben.

 

Du bist seit der ersten Party vor über 7 Jahren Resident der Solar Events in Köln. Ihr habt sogar in diesem Sommer auch eine Party im Sankeys auf Ibiza organisiert. Was war für Dich der herausragendste Moment der Solar Parties?

Die SOLAR ist für mich einfach Familie. Unser Verhältnis zu den Gästen und unsren DJs ist immer sehr Intim. Da sind ganz klar die alljährlichen Jubiläen einer der schönsten Momente. Es wird bewusst noch mehr Energie in die Dekoration und so weiter gesteckt um einfach eine andere Welt für unsere Gäste zu schaffen. Ganz besonders ist für mich die Stimmung und der Zusammenhalt der Crowd. Ich denke das intime Verhältnis zu unseren Gästen ist etwas was sich positiv auf die Stimmung im Club auswirkt. Es ist für mich einfach schön zu sehen wie mehrere Generationen zusammen feiern können und harmonieren. Von 18 bis 45 ist alles dabei und das ist meiner Meinung nach heut zu Tage nicht mehr selbstverständlich.

 

Ihr habt in diesem Sommer auch eine Party im Sankeys auf Ibiza organisiert. Was war für Dich der herausragende Moment der Solar Partys?

Puuuh… Ibiza ist für uns einfach eine magische Insel und es ist ein Privileg dort einen Floor im Sankeys zu hosten oder dort zu spielen. Selbst hier kommt unsere Crowd von bis zu 40 Leuten eingeflogen um uns zu besuchen und zu supporten. Wir sind

sehr stolz darauf und wissen es sehr zu schätzen von Jahr zu Jahr immer wieder aufs Neue solch einen Support zu bekommen.

Du produzierst Remixe für Toni Rios, Elmar Strahte und Florian Frings (beide Minus). Welches ist das nächste echte Chris Di Perri Release?

Yes, als nächstes kommt eine Kooperation mit Domenic Dagnelli und den Anker Jungs auf der „5 Jahre Cus Cus“ Compilation. Ich bin sehr gespannt auf das Feedback des Releases, es gibt es bereits als Pre-Order auf Beatport. Ein weiteres Release auf das ich mich sehr freue ist eine solo Nummer von mir auf der Compilation zum zehnjährigen Bestehen von Upon You, „The Common Ten“. Die Nummer heißt „Phosphor“ und geht in eine etwas andere Richtung als meine bisherigen Tracks, etwas tiefgründiger, aber ich möchte jetzt auch nicht zu viel verraten. Die Compilation wird dieses Jahr noch erscheinen. Des Weiteren arbeite ich gerade an einer EP beziehungsweise habe sie im Kasten und es steht eine Überraschung vor der Tür, mehr darf ich aber noch nicht verraten.

 

Mit ThaiBreak und Rave On Snow warst Du auch auf Festivals außerhalb von Deutschland gebucht. Auf welche Gigs nach dem Panama Festival freust Du Dich besonders?

Ich freue mich grundsätzlich immer auf jedes Festival, da man so viele Eindrücke auf einen Schlag im Club kaum kriegen kann. Ganz besonders ist für mich die kleine Slowakei Tour Ende August. Dort werde ich 3 bis 4 Gigs in der Slowakei spielen und einen in Budapest. Die Leute dort sind immer sehr dankbar und es ist ein wunderschönes Land mit einigen tollen Ecken. Außerdem freue ich mich aufs alljährliche Juicy Beats Festival, welches auch alternativ Programme zur elektronischen Musik liefert. Ist auch immer einen Besuch wert.

 

Welche drei Tracks spielst Du gerade immer wieder?

Nick Curly – Voodoo

Crash Course In Science – Flying Turns (Frost & Einzelkind Nervous Center Edit)

Fideles – Pan Baran

 

Panama Open Air // 28.07.-30.07.2017 // Rheinauen, Bonn

Line-up: Rudimental, Fedde Le Grand, Klangkarussel, Cheat Codes, Ben Klock, Len Faki, Rødhåd, Kölsch, Kollektiv Turmstrasse, Kink, Stephan Bodzin, Klingande, Chris Di Perri

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