
Content Creatorin Charleen Herzig hat sich über ihre Kanäle neben Themen wie Lifestyle, Look und Make-Up in der elektronischen Szene parallel ihre eigene DJ-Karriere erarbeitet. Ihre Community nahm sie bei all diesen Stationen stets mit.
Ihre Reichweite nutzt sie unter anderem dafür einen gesunden Lifestyle in der Szene zu bewerben (FAZEmag berichtete), Einblicke in die Rave- und Technokultur zu geben und FLINTA*-Artists zu unterstützen.
Nun hat sie einen weiteren Meilenstein erreicht und auf dem diesjährigen EDM-Mega-Event Parookaville aufgelegt. Abgesehen von einem erfolgreichen Set besitzt ihr diesjähriger Auftritt allerdings auch einen faden Beigeschmack.
Die Künstlerin führte eigentlich gerade ein Interview mit dem WDR, als ein männlicher Festivalbesucher negativ auffiel und sie vor gleich mehreren Kameras sexistisch beleidigte. Nicht nur der WDR filmte zu dieser Zeit, sondern auch Herzigs Manager.
In dessen Kamera sprach der Mann unverblümt mit den Worten: „Die hat aufgelegt – ich habe ihr gesagt: Verpiss dich du Nutte.“ Das Ganze hat nun ein Nachspiel in den sozialen Medien, denn Herzig lässt sich so etwas nicht gefallen.
Auf Instagram hat sie den Vorfall und auch das Video öffentlich gemacht. „Ich kenne den Typ nicht, aber er hatte das große Mitteilungsbedürfnis, mich während meines Interviews mit dem WDR wissentlich ON CAM zu beschimpfen“, so die DJ.
„Ich war an dem Tag der EINZIGE FLINTA Artist auf meiner Stage unter 8 Acts. Wir werden so oft beleidigt, kleingeredet und diskreditiert und Männer werden hoch verehrt. Sowas dürfen sich FLINTAs nicht gefallen lassen, deswegen teile ich das öffentlich.“
Aus rechtlichen Gründen müsse sie Gesicht und Stimme verzerren. „Sonst wäre ich die erste, die solche Menschen exposed. An alle FLINTAs: keep going und lasst euch nicht unterkriegen!!“ Erste Rückmeldungen folgten sofort.
Der Veranstalter des Parookaville hat sich mittlerweile zu Wort gemeldet und laut WDR eine Null-Toleranz-Politik gegenüber einem solchem Verhalten betont. Der Sender gab zudem an, der Mann habe sich mittlerweile schriftlich bei Herzig entschuldigt.
Demnach habe er sein Fehlverhalten eingesehen, betonte, seine Worte seien nicht zu rechtfertigen – und bat darum, das veröffentlichte Video von ihm zu löschen. Charleen Herzig habe die Entschuldigung angenommen, wolle den Clip aber nicht löschen, weil das Thema „zu wichtig“ sei.
Erst im vergangenen Mai äußerte sich Italiens Techno-Königin Deborah de Luca und kritisierte öffentlich den Sexismus gegenüber weiblichen Artists. Das Thema bleibt auch Monate nach den Hard-Techno-Skandalen ein kontroverses Thema.
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Quellen: Rheinische Post / WDR
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