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Es war im Frühjahr 1990, da die noch mit Klangtüftler Alan Wilder originalbesetzte Band diesen Klassiker der Popgeschichte veröffentlichen. 15 Millionen verkauften Tonträger sowie immerhin Platz 342 im Rolling Stone Magazine-Ranking der 500 besten Alben aller Zeiten sprechen eine eindeutige Sprache. Und unzählige DJs und Techno-Produzenten der ersten Generation dürften das Tour-Shirt mit der roten Rose wie einen Schatz in Ihrem Kleiderschrank hüten.


Dass das Album diesen Status erreichen würde, war vor allem unter DM-Fans bei Veröffentlichung allerdings gar nicht klar. Denn wie so oft in der Bandhistorie mussten sich die Devotees erst einmal an den veränderten Sound und Look der Jungs aus Basildon/Essex gewöhnen. Die vorangegangene Ära industriell angehauchter Sample-Orgien war endgültig abgeschlossen. Stattdessen setzten die Vier vermehrt auf natürliche Gitarrenelemente und flächige Harmonien. So entstanden einerseits die Hitauskoppelungen wie „Enjoy the Silence“, „Personal Jesus“, oder „World In My Eyes“. Aber eben auch wieder sublime Synthesizerperlen wie „Halo“, “Clean“ oder „Waiting For The Night“. Wie immer bei DM sind sie es schließlich, die die wahre Qualität des jeweiligen Albums ausmachen und in der privaten Playlist die offensichtlichen Hits überflügeln.

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Wie man „Violator“ mit dem Parrot Zik 2.0 hört:
Wie schon während unseres letzten kleinen Tutorials in der Juni-Ausgabe („A Shot In The Dark“, Laurent Garnier) starten wir natürlich erst die Parrot Zik 2.0-App auf dem Smart- phone. Dort schalten wir wieder Optionen EQ und Concert Hall ein. Von dort sliden wir über die Seiten Noise Control, Equalizer, Con- cert Hall hinweg bis zur letzten Page „Featured Presets“. Dort ist der Menüpunkt „Create Your Own Preset“ zu sehen. Diesen drückt Ihr und schon öffnet sich der „Producer Mode“. Dort sind für die grobe Orientierung unten die Frequenzbereiche 100Hz, 1000Hz und 1 kHz vermerkt. Die vertikale Achse wird horizontal von einer Nulllinie mit insgesamt fünf Markierungspunkten durchzogen. Die Markierungspunkte könnt ihr durch Berührung in alle Richtungen stufenlos versetzen, um im Wertebereich +10 bis -10 die Frequenzen abzumildern oder zu betonen. Bei der Verlagerung entstehen zwischen den Punkten und der Nulllinie weiß gefüllte Schnittflächen, die an- zeigen, in welcher Frequenzbreite ihr die Ver- änderung vornehmt. Der Clou: Auch diese lässt sich verändern. Spielt dazu einfach mit den beiden Greifern, die aus dem aktivierten Markierungspunkt herausragen. Ähnlich einem Vektorgrafikprogramm könnt ihr den zu ver- ändernden Frequenzbereich nun bauchiger gestalten oder nadelspitz zulaufen lassen. So entsteht ein amorphes Frequenzgebirge, das in seiner hoch präzisen Einstellbarkeit jedem klassischen Slider-EQ überlegen ist.

Da Depeches Violator-Album, nicht zuletzt dank Produzentenlegende Flood, in den Bereich perfekt abgemischter Popmusik fällt, verbitten sich zwar massive Frequenzeingriffe. Dennoch lässt sich beispielsweise bei „Personal Jesus“ durch eine gezielte Betonung der bekannten Drumsektion der Poltereindruck nochmals angenehm verstärken. Beim ambienten „Waiting For The Night“ bietet es sich hingegen an, die Mitten und Höhen durch eine ganz weiche Frequenzwelle etwas anzuheben. So lassen sich die unterschwelligen Sounds samt des gedämpft tröpfelnden Arppegio-Musters besser zur Geltung bringen. Hier bietet es sich zudem an, beispielsweise einen „Jazz Club“ Hallraum- effekt öffnen, um die bedrohliche Stimmung zu verstärken. Einfach mal experimentieren. Euer Gehör entscheidet. Die Parrot Zik 2.0-EQ-App kriegt’s auf jeden Fall hin.

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