Ein Leben als DJ zu führen, klingt erst einmal vielversprechend. In den größten Hallen und Clubs aufzutreten, ist ein wahrer Traum. Die Realität der meisten Einsteiger beginnt jedoch im kleineren Rahmen und nicht selten zerplatzen die einstigen DJ-Träume bei bunten Abenden zwischen Altenheimen und auf Hochzeitsfeiern. Trotzdem: Wenn es ein Traum ist, so sollte dieser verfolgt werden. Aber worauf kommt es an und wie lassen sich die finanziellen Seiten stemmen? Dieser Artikel schaut sich das einmal an.



Abbildung 1: Wer sich als DJ selbstständig machen möchte, benötigt vorher entsprechendes Equipment. Bildquelle: @ Sam van Bussel / Unsplash.com

Das nötige Equipment

Die erste Frage rund um das Equipment dreht sich um die Art desselbigen. Wer ein klassisches Vinylsetup wählt, der hat es bedeutend einfacher, auch wenn das alles irgendwie verstaubt wirkt. Doch was einst mit dem Plattenspieler im Keller und einigen Tapes zu einer gelungenen Platte wurde, wird heute vor weitere Ansprüche gestellt:

  • Plattenspieler – wer heute mit echten Platten arbeiten will, der sollte einen direktangetriebenen Spieler nutzen. Preiswert sind die mit Riemenantrieb, teurer, dafür besser bespielbar, sind die neueren Generationen. Einige Highlights der DJ-Welt gibt es gar nicht mehr normal zu kaufen, da die Herstellung gestoppt wurde. Mit Glück und Geduld findet man die Geräte allerdings auf dem Gebrauchtmarkt.
  • Mixer – der ist unumgänglich. Zum Glück haben die Geräte eine solide Lebensdauer, sodass die nächste Ausgabe nicht in den nächsten Jahren ansteht. Ein guter Mixer ist leicht zu reparieren, immerhin braucht es nur Lämpchen, Nadeln oder einen Fader.
  • Tonträger – sie sind das, was anfangs echt Geld kostet.

Allerdings gibt es neben dem Platten-Setup auch das CD-Player-Setup sowie digitale Systeme. Letztendlich erleichtert die Digitalisierung natürlich den Job, denn nie zuvor war es so einfach, Unmengen an Musik mit sich zu führen, ohne Rückenschmerzen zu erleiden. Wer auf Platten setzt, der hat immer das Problem, dass echte Hits teuer sind – sie werden nur begrenzt auf Vinyl gepresst.

Finanzierungsquelle: Ratenkredit

Die meisten neuen Künstler sind auf Finanzquellen angewiesen. Glücklich sind die, die genügend Geld in der Hinterhand haben, um wenigstens das Business starten zu können. Wer das nicht kann, der benötigt einen Ratenkredit:

  • Anbieter vergleichen – es sollte natürlich nicht der erste Kredit genommen werden, sondern der beste. Welche Laufzeiten oder auch Konditionen infrage kommen, hängt maßgeblich von den Einnahmen ab. Wer sich vollends auf das DJ-Business konzentrieren möchte, der sollte den Ratenkredit so planen, dass das Geld nicht zu knapp wird.
  • Sonderkonditionen – eventuell läuft es gleich richtig gut. Da ist es sinnvoll, wenn der Kredit Optionen für Sondertilgungen bietet. Läuft es schlecht, sind Ratenpausen oder Ratenanpassungen unumgänglich.
  • Schnelligkeit – damit es schnell losgehen kann, bieten sich Sofortkredite und die Ratenkredite an, die vollends online abgeschlossen und geprüft werden können. Bei diesen kann es gut sein, dass das Geld schon am Tag oder 24 Stunden nach der Anfrage auf dem Konto ist.

Grundsätzlich sollten Gründer das Risiko nicht zu hoch ansetzen. Auch der DJ ist letztendlich ein Künstler und muss erst einmal Einnahmen durch Aufträge erwirtschaften. Der Wunsch, direkt groß aufzulegen, wird bei den meisten wohl nur dies bleiben. Die Wahrscheinlichkeit, dass die ersten Auftritte im Altenheim oder bei privaten Feiern stattfinden, ist wesentlich höher.

Finanzierungsquelle: Förderkredit

Auch DJs können von Förderprogrammen und deren Finanzierungen profitieren. Die Kfw-Kredite haben stets den Vorteil, dass die Zinssätze überschaubar sind, eine zusätzliche Absicherung besteht und mitunter ein Teil der Summe erlassen wird. Dafür ist es heute nicht mehr leicht, den Gründungszuschuss zu erhalten:

  • Vorbereitung – der DJ muss einen Businessplan vorlegen. Dieser muss überzeugend sein, denn sonst wird er – so wie viele Freiberufler – abgelehnt.
  • Voraussetzung – der Gründungszuschuss wird nur gezahlt, wenn allgemein ein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht.
  • Zahlung – klappt es, so erhalten Gründer für sechs Monate einen Zuschuss in Höhe des Arbeitslosengelds. Zusätzlich wird ein Zuschuss von 300,00 Euro für die Sozialabgaben gezahlt. Für die restlichen sechs Monate des Gründungsjahrs werden nur 300,00 Euro ausgezahlt.

Wer den Gründerkredit der Kfw-Bank nutzen will, der kann bis zu 125.000 Euro Startkapital erhalten. Diese laufen unabhängig von Sicherheiten und haben lange Laufzeiten. Dafür ist das Geld zweckgebunden. Das heißt mitunter, dass das Geld zwar für das Equipment genutzt werden darf, nicht aber für die Miete, wobei Djs oft den Arbeitsraum daheim haben. Die Beantragung funktioniert nur über Umwege:

  • Hausbank – nur eine andere Bank kann bei der KfW anfragen, da die Vergabe stets über die Hausbank erfolgt. Die Hausbank stellt die Unterlagen zusammen und prüft auch, ob das Vorhaben überhaupt sinnvoll ist. Die Prüfung ist meist sehr streng, da die Bank zum Teil mit für den Kredit haftet.
  • Vorbereitung – auch hier gilt: Ein professioneller Businessplan ist das A und O. Die Gründerkredite und Vorschüsse werden selten bewilligt, wenn der DJ mit dem Vorhaben »in Clubs aufzutreten« vorspricht. Wer allerdings schon einen geordneten Plan mit Auftrittszeiten, vereinbarten Honoraren und weiteren Möglichkeiten vorlegen kann, der hat den Fuß in der Tür.

Das lässt sich natürlich auf alle Formen von DJs anwenden. Wer sich als Alleinunterhalter verdingen möchte, aber schon einen prall gefüllten Terminkalender vorweisen kann, der hat ebenso Chancen. Grundlage jeglicher Prüfung ist, dass das geplante Unterfangen erfolgversprechend ist und zur alleinigen Bewerkstelligung des Lebensunterhalts beitragen kann.