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Eine Studie der RIAA (Recording Industry Association of America) hat aufgezeigt, dass Apple Music und Spotify weitaus mehr an Musiker ausbezahlen als YouTube. Diese Zahlen gelten aber nur für die USA.

Vergangene Woche verteidigte der ehemalige Warner Music Group Ceo Lyor Cohen das 2005 gegründete Videoportal in einem Blogpost gegen Kritik aus der Musikindustrie. Er arbeitet mittlerweile für den Konzern und gab an, dass die Plattform drei Dollar pro 1.000 Streams bezahlt. YouTube zahlt also scheinbar mehr pro Play als andere Unternehmen, wie Spotify oder Pandora, die ebenfalls durch Werbung unterstützt werden. Cohen widerlegte ebenfalls die angebliche „Wertlücke“ der Plattform.

Nun hat die RIAA gegen diese Behauptungen argumentiert. Vor einem Monat hat Digital Music News Informationen über die Auszahlungen von Streaming-Services veröffentlicht. Es wurden acht große Plattformen verglichen und YouTube schnitt mit $ 0,0006 pro Play am schlechtesten ab. Das bedeutet, ein Künstler würde 2,4 Millionen Clicks im Monat benötigen, um die Höhe eines Mindestlohns ($ 1.472) zu verdienen. Die Information kam vom Team von Information is Beautiful (IiB).

In dem Blogpost wurden Cohens Statements widerlegt und verbreitet, dass sich die Auszahlungen von YouTube im letzten Jahr auf weniger, als die Hälfe (von 3 Dollar) beliefen. Laut der RIAA, die sich auf Daten von Nielsen, BuzzAngle und MiDIA Research beriefen, wurden von der kalifornischen Tochtergesellschaft von Google Inc. nur um die $ 1,50 pro 1.000 Streams bezahlt.

Aber neben dieser Berichtigung macht der Branchenverband auf die relativ saftigen Auszahlungen von Apple Music aufmerksam. Laut Schätzungen der RIAA verdienen Musikschaffende folgendes pro 1.000 Streams:

Apple Music: um die $ 12
Spotify: circa $ 7,50
YouTube: $ 1,50

Anders als die RIAA hat sich das Team von IiB nicht auf die Informationen von Nielson, BuzzAngle und MiDIA Research gestützt, sondern Daten von Künstlern und einer Reihe anderer Quellen, inklusive Digital Music News ausgewertet. Daraus erhaben sich folgende Auszahlungen an Künstler ohne Plattenvertrag:

Apple Music: $ 6,40
Spotify: $ 3,80
Youtube: $ 0,60

Gesignte Künstler verdienen etwas mehr, auch wenn es nicht viel ist:

Apple Music: $ 7,30
Spotify: $ 4,40
Youtube: $ 0,70

Laut Angaben von Lyor Cohen hat YouTube mehr als zwei Milliarden Dollar an die Musikindustrie bezahlt. Allein eine Milliarde in den vergangenen zwölf Monaten. Wie auch immer sich diese Zahlen zusammensetzen, beweisen sowohl die Zahlen der RIAA als auch die der IiB nur eines: „Der Beitrag von Plattformen wie YouTube zum kompletten Geschäft kann nur als dürftig beschrieben werden.“

Quelle: Digital Music News

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