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Anfang April feiert in Stockholm ein neues Festival seine Premiere, „Stockholm Love Affair“. Die Macher des „Into The Valley“-Festivals haben sich mit der Veranstaltungsagentur Live Nation zusammengetan und präsentieren an zwei Tagen in Schwedens Hauptstadt ein Line-up mit internationalen und einheimischen DJs/Live-Acts, das in einer eigens für das Event hergerichteten Location auftreten wird. Mit an Bord ist auch die Schwedin La Fleur, die regelmäßig auf Watergate Records veröffentlicht, ihr eigenes Label Power Plant betreibt und uns zum Festival ein paar Fragen beantwortet hat:


„Sonar Stockholm“, „Into The Valley“ und jetzt „Stockholm Love Affair“. Schweden hat sich in den letzten Jahren zum Festival-Hotspot gemausert. Wie kam es dazu?

Die elektronische Musikszene befindet sich generell im Aufwind und auch in Schweden gibt es viele gute Acts. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit. Ich bin sehr glücklich darüber und zwei der genannten Events werden ja auch von einheimischen Promoter organisiert, das ist großartig.

Schweden und elektronische Musik, da sehen viele leider nur so etwas wie Swedish House Mafia …

Das sagen allerdings nur Leute, die nicht viel Ahnung von (Underground-) Musik haben. Schweden hatte immer schon eine coole Undergroundszene, neuere Acts wie Dorisberg, Axel Boman und Johanna Knutsson gehören dazu. Und dann haben wir ja auch noch die Techno-Mafia mit Cari Lekebusch, Adam Beyer, Joel Mull, Jesper Dahlbäck etc.

Es ist sicherlich sehr aufregend, Teil eines neuen Events zu sein, zumal es auch noch in einer Stadt stattfindet, in der du lange gewohnt hast.

Sehr, auf jeden Fall. Ich habe hier viele Jahre gelebt, bevor ich nach Berlin gegangen bin. Die Clubszene in Stockholm ist klein, aber sehr gut.

Erzähle uns von deiner Liebesaffäre mit Stockholm, wie oft trefft ihr euch noch?

So oft es geht. In der Regel alle zwei oder drei Monate. Ich mache dann einige Besorgungen und treffe noch ein paar Freunde, bevor ich in meinen alten Heimatort Örebro weiterfahre, um meine Familie zu besuchen. Es gibt viele gute Gründe.

Du wirst im Sommer auch auf dem „Into The Valley“-Festival spielen. Das findet in einer Wahnsinns-Location statt, einem ehemaligen Steinbruch, der zu einer Freiluftbühne namens Dalhalla umfunktioniert wurde. Warst du letztes Jahr dort bei der Premiere?

Nein, ich hatte leider nicht die Möglichkeit das Festival zu besuchen, aber ich habe viele Fotos gesehen und es sieht ziemlich toll aus. Ich kann es kaum erwarten in diesem Jahr ein Teil davon zu sein.

Ende letzten Jahres erschien deine letzte EP. Wie geht es dieses Jahr weiter?

Meine nächste EP erscheint im späten Frühling auf Watergate. Aber vorher veröffentliche ich noch einen Track auf Kerri Chandlers MadHouse-Label und einen Remix für Andhim. Außerdem feiert mein Label bald seinen fünften Geburtstag, da wird dann eine Compilation rauskommen, auf der natürlich auch ein Track von mir ist und eine EP folgt dann auch noch. Und es sind noch weitere Sachen in Arbeit.

Und wie sieht es mit deinem Debütalbum aus?

Das ist in Arbeit …

Hast du für uns noch ein paar Tipps, was man sich in Stockholm auf jeden Fall anschauen sollte?

Under Bron und Berns sind zwei gute Clubs, in denen viele interessante Acts auflegen. Es gibt in Stockholm viele schöne Spots. Vor allem im Sommer. Trink mit ein paar Freunden eine Flasche Wein Im Viertel Mariaberget, schaut euch den Sonnenuntergang an oder macht ein Picknick im Vitabergspark. Artipelag ist eine coole Galerie, die in den Schären vor Stockholm liegt und wenn das Wetter gut ist, dann macht es Spaß, ein Glas Wein im Babylon im Park Björns Trädgård zu trinken.

Stockholm Love Affair // 01. & 02.04.2016 // Arenatorget 1, Johanneshov, Stockholm
Line-up: Adam Beyer, Âme, Anja Schneider, Bella Sarris, Dubfire, Heidi, Jamie Jones, Joris Voorn, Kölsch, La Fleur, Maceo Plex, Sven Väth, Pau, Mind Against u.v.a.
Tickets gibt es HIER für umgerechnet 124 EUR (plus VVK-Gebühren).

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