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Eine Sache ist und bleibt wohl unumstritten: Der Konsum illegaler Drogen schadet dem Körper. Nun haben jedoch Forscher im Rahmen einer Studie herausgefunden, dass geringe Mengen von Psychedelika am Tag sogar förderlich sein können.

Microdosing nennt sich das Vorgehen und ist mit Sicherheit so einigen Ravern bekannt. Dabei geht es darum, nur eine kleine Menge der Drogen zu nehmen, sodass nicht der gesamte Körper, sondern nur Teile in einen Rausch versetzt werden, bzw. angeregt werden. Die besagte Studie wurde diesen Monat in der Fachzeitschrift PLOS One veröffentlicht und zeigt faszinierende Ergebnisse.

Das Vorgehen des Microdosing ist in jeder Branche bekannt. Viele Menschen nutzen die kleinen Dosen der Drogen, wie LSD und Psilocybin-Pilze, um zelluläre Reaktionen auszulösen, die den Verbraucher auf vielfältige Weise beeinflussen. Erforscht wurde das Thema bis heute allerdings kaum.

Der Leiter der besagten Studie, Vince Polito, wollte dem Thema nachgehen und ergründen, ob die positive Wirkung des Microdosing durch die Erwartung und den Placebo-Effekt oder tatsächlich durch die Droge entsteht. Dafür untersuchten die Forscher insgesamt 98 Personen in den Bereichen Aufmerksamkeit, psychische Stimmung und Selbstbewusstsein. Anschließend wurden sie sechs Wochen lang jeden Tag mit einer kleinen Dosis verschiedener psychedelischer Drogen behandelt.

Und tatsächlich berichteten die Teilnehmer, an den Tagen, an denen sie die Mikrodosierung erhielten, dass sie sich bestärkt fühlen in den Punkten Kontemplation, Kreativität, Verbundenheit, Wohlbefinden, Konzentration, Zufriedenheit und Produktivität. Die Kurzzeitwirkung wurde damit bestätigt. Bei den Langzeiteffekten wurde festgestellt, dass Microdosing Depressionen bekämpfen und die Konzentration steigern kann. Allerdings wurde ebenfalls festgestellt, dass die Neurotik bei den Teilnehmern ebenfalls zunahm.

Trotz der Ergebnisse sind weitere Forschungen zu dem Thema nötig. Auch die Repräsentanz der Studie ist nicht gänzlich klar, da die Experimente wegen der Illegalität der Drogen nicht im Labor durchgeführt werden konnten. Sie wurden lediglich über ein Online-Portal mit Microdosing-Erfahrenen durchgeführt.

Die ganze Studie gibt es hier.

 

 

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