Mit einer deutschlandweiten Kampagne möchte der Zug-der-Liebe-Verein auf die Gefahren des GHB-Konsums aufmerksam machen. GHB steht für Gammahydroxybuttersäure und ist auch als K.O.-Tropfen, Rape Drug oder Liquid Ecstasy bekannt. Als Anlass gaben die Verantwortlichen einen Vorfall an, der sich vor vor wenigen Monaten im Berliner Club Suicide Circus ereignet hatte. Eine 25-jährige Frau war dort nach Einnahme der Substanz gerstorben.

Für die jetzt gestartete Kampagne „Clubculture against GHB“ finden sich bereits knapp 70 Supporter*innen aus Köln, Hamburg, Dresden, Berlin, Nürnberg und Leipzig. In den nächsten Monaten soll mithilfe von Plakaten auf die Aktion aufmerksam gemacht werden.

Die Macher*innen der Kampagne beschreiben die Gefahren von GHB wie folgt:

„GHB ist auch bekannt als K.-o.-Tropfen, Rape Drug oder Liquid Ecstasy. Potenzielle Ver­ge­wal­ti­ge­r setzen GHB ein, um eine Person bewusstlos und gefügig zu machen. In Clubs nehmen das Gäste zum Spaß ohne dabei die Gefahren wie Bewusstlosigkeit, Gedächtnislücken bis hin zu Atemlähmung zu bedenken. In UK boykottieren Frauen bereits die Clubszene aufgrund von Spiking (Frauen bei Partys vermehrt per Nadeleinstich unter Drogen gesetzt.) Im Hamburg gab es vor kurzem ähnliche Vorfälle.“

Weiter heißt es:

„Clubs sind Kulturstätten, haben Awareness Teams und sehen sich als Safer Places. Clubs sehen sich als Orte, an denen sich Menschen ausleben können. Jetzt ist ein Mensch gestorben. Die Clubkultur muss sich jetzt dieser Gefahr annehmen, und deutlich Stellung beziehen. Wir wollen nicht, dass sich unsere Gäste selbstgefährdend mit GHB überdosieren, sei es bei Open Airs, Demonstrationen oder Clubnächten.“

Hier gelangt ihr zur Website der Aktion.

Das könnte dich auch interessieren:
Suicide Club veranstaltet offenes Forum zur Partydroge GHB
25-jährige nach mutmaßlichem GHB-Konsum im Suicide Club verstorben
Das ist GHB – das sind K.O.-Tropfen