„Unterer dreistelliger Grammbereich“ war Grund für Club-Razzia in Augsburg

200 Einsatzkräfte waren vergangenes Wochenende bei einer Großrazzia in einem Augsburger Club im Einsatz. Hatte sich etwa El Chapo oder gar Pablo Escobar in der Party-Location am Königsplatz versteckt? Das nicht, dafür aber laut Polizei Rauschgift im „unteren dreistelligen Grammbereich“. Auch Bargeld, Datenträger und Smartphones wurden sichergestellt. Am Vorgehen der Beamten wird derweil Kritik laut.

Wie die Augsburger Allgemeine in einem Post berichtet, seien die Gäste teils entkleidet durchsucht worden – 17 Personen seien festgenommen, 16 davon nach Abschluss der Maßnahmen wieder freigelassen worden.

Grund für den Einsatz war offiziell ein „Verdacht des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln“. Am Samstagabend hätte die Polizei schließlich einen Durchsuchungsbeschluss vollzogen, bei dem dann der besagte „untere dreistellige Grammbereich“ gefunden wurde – darunter Kokain, Amphetamin und weitere Substanzen.

Für Betroffene, aber auch Politiker (Grüne und SPD) und Social-Media-Nutzer rechtfertigt die gefundene Menge den Einsatz dieser Größenordnung in keinster Weise. Ein Nutzer kommentiert: „Klingt nach einem typischen Einsatz der Polizei in Bayeren. Steuergelder verballern ohne Ende um am Ende 1 (!!!!) Person festzunehmen und ein bisschen Straßen Koks. Ganz toll!“.

Ein weiterer Nutzer schreibt sarkastisch: „Jetzt ist Augsburg wieder sicher“

Quelle: Augsburger Allgemeine

Auch interessant:

Brutale Razzia in queerem Nachtclub: Festnahmen und Demütigungen