
Ein erschreckender Bericht, über die Anwohner der Seychellen. Auf den Inseln des afrikanischen Inselstaates ist laut dem Spiegel jeder zehnte Anwohner süchtig nach Heroin. Die Preise für die Droge sind dort extrem billig und die Substanz längst im Alltag angekommen. Auch Kokain ist heiß im Rennen.
„Das Drogenparadies“ tituliert der Spiegel. Eine schwierige Wortwahl, könnte sie doch auf die Verharmlosung von Drogen hinweisen. Klar, hört es sich für einen Drogenabhängigen um paradiesische Zustände, wenn man die negativen Ausmaße ausblendet. Vielmehr handelt es sich hierbei aber wohl um ein Wortspiel, dass auf eine Romantisierung der landschaftlich idyllisch wirkenden Urlaubsinseln hinweist. Luxustouristen residieren dort, um zu entspannen und die Natur zu genießen, während die Anwohner ganz andere Probleme haben – von denen die Touristen anscheinend nicht viel mitbekommen.
Die Regierung bezeichnet die Problematik als „Epidemie“. Studien der dortigen Drogenbehörden sagen, dass jeder Zehnte Erwachsene abhängig von Heroin sei. Doch wie kam es zu der schwierigen Situation? Der Spiegel klärt auf, dass die Seychellen, welche im Indischen Ozean östlich vor Afrika liegen, auf einer Drogenroute liegen. Die illegalen, missbräuchlich verwendeten Substanzen, gelangen aus Afghanistan per Schiff an die Südküste Afrikas, Südafrika oder Mosambik – oder, über das Kap der Guten Hoffnung und dem Atlantik nach Europa. Aber auch die Seychellen bekommen einiges vom Stoff ab – günstig und stets verfügbar. Auch Kokain ist dort im Alltag angekommen. Der Artikel des Spiegels erzählt die Probleme der Anwohner anhand von mehreren Einzelschicksalen. Hier geht es zum Artikel.
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