
In Weimar soll aus der ehemaligen Sendehalle ein neuer Kultur- und Bildungsort entstehen. Das rund 5.000 Quadratmeter große Gebäude hat eine wechselvolle Geschichte: Errichtet wurde es in der NS-Zeit als Gedächtnishalle, später diente es in der DDR als Funkhaus. Nach Jahren des Leerstands wurde der Ort auch für illegale Raves genutzt.
Seit einer Zwangsversteigerung im November 2024 gehört das Gebäude der Stiftung Sendehalle Weimar. Die eigentliche Sanierung soll 2027 beginnen und bis Mitte 2029 abgeschlossen sein. Geplant ist ein frei zugänglicher Kulturort – mit Konzerten, Lesungen, Ausstellungen, Tagungen, Festivals und Angeboten für den Stadtteil.
Auch die jüngere Geschichte des Hauses soll sichtbar bleiben. Graffiti, Zeichnungen und Spuren aus der Zeit als Lost Place und subkultureller Treffpunkt sollen nicht einfach überstrichen, sondern als Teil der Geschichte erhalten werden. Zusätzlich ist ein historischer Audiowalk geplant, der gemeinsam mit der Bauhaus-Universität Weimar und dem MDR entwickelt wird.
Schon vor der Sanierung wird die Sendehalle teilweise genutzt. Im April 2025 hatte die Stadt Weimar geplante Veranstaltungen wegen des baulichen Zustands allerdings zunächst untersagt. Am 15. August 2026 soll die Sendehalle offiziell gesegnet werden, der Eintritt ist frei.
Quelle: Loop Rituals
Foto: – Eigenes Werk – Creative Commons Lizenz
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