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Schon vor 15 Jahren wollten die Grünen Cannabis legalisieren. Wer kennt nicht den berühmten Slogan von Hans-Christian Ströbele „Gebt das Hanf frei!“? Doch bis heute ist man sich in der Politik uneinig, wie man mit dem Thema Cannabis umgehen soll. Im Wahlprogramm der CDU/CSU finden sich, außer dass man stärker gegen den Drogenhandel vorgehen sollte, keinerlei konkrete Vorschläge zur Drogenpolitik. Allerdings sprach sie die Bundeskanzlerin erst kürzlich gegen die Legalisierung von Cannabis aus.

Das Bündnis 90/Die Grünen hat einen klaren Standpunkt, was Drogen angeht. Dies dürfte allseits bekannt sein. Konsumenten sollen entkriminalisiert werden. „Ziel ist es, das Selbstbestimmungsrecht der Menschen zu achten und gesundheitliche Risiken zu minimieren.“ Ebenfalls will die Partei Drogenkonsumräume und Substanzanalysen anbieten.

Die FDP hat zum Thema Cannabis ähnliche Ansichten wie die Grünen. Es soll ein Cannabiskontrollgesetz eingeführt werden. Demnach soll es eine kontrollierte Freigabe von Cannabis an volljährige Personen geben. Diese Haltung wird damit begründet, dass es in Deutschland um die vier Millionen Menschen gibt, die Cannabis konsumieren. Es ginge dabei aber mehr um die Entlastung von Polizei und Justiz und nicht um Selbstentfaltung. Strafverfahren gegen Konsumenten seien sinnlos.

Da nun zwei Parteien der neuen Koalition eindeutig für eine Legalisierung sind, sehen Befürworter gute Chancen in Zukunft legal Gras rauchen zu dürfen. Auch wenn die Beweggründe der beiden Parteien verschieden sind, könnte die Legalisierung am Ende der Verhandlung als Kompromiss stehen. Wir sind gespannt, ob sich in Sachen Cannabis nun etwas verändern wird.

Achja, dass die AfD sich gegen eine Legalisierung ausspricht, wird wohl niemanden verwundern.

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