Foto: Zoll


In Europa geht es momentan hauptsächlich um Corona. Bisschen auch um Flüchtlinge und Klimawandel, aber hauptsächlich Corona. Das könnte der Grund dafür sein, dass der aktuelle Drogenhandel so floriert.

Nach Schätzungen von Europol könnte 2020 Rekordwerte für das nach Europa geschmuggelte Kokain geben. Darauf weisen die vielen Sicherstellungen der Droge hin. Erst vor Kurzem wurden wieder 1.000 Kilogramm Kokain in einer Lieferung Ananas entdeckt. Die Ladung kam aus Costa Rica und wurde in Rotterdam gefunden.

Gerade mal einen Tag zuvor wurden 1.100 Kilogramm Kokain im Wert von rund 82 Millionen Euro in einem Container mit Bananen gefunden. Man geht davon aus, dass beide Lieferungen vom gleichen Schiff kamen. Die Ermittlungen dauern an.

Aber nicht nur in Belgien und den Niederlanden wird viel Kokain gefunden. In Berlin wurde im vergangenen Jahr so viel Kokain beschlagnahmt, wie nie zuvor. In diesem Jahr sind bisher 64,5 Prozent mehr Kokain-Delikte, als in den ersten sechs Monaten von 2019 registriert worden.

Der Chef der Drogenfahndung Olaf Schremm nennt als Grund, dass Kokain sich durch alle Gesellschaftsschichten zieht. Ebenso wird es den Konsumenten durch die Koks-Taxis sehr einfach gemacht, an den Stoff zu kommen. Dies bietet nicht nur die bequeme Bestellung der Drogen, sondern ist auch bislang strafrechtlich schwer zu verfolgen.

Quelle: spiegel.de, noizz.de

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