Mehr als zwei Jahre ist es her, dass in Oakland bei einem illegalen Rave 36 Menschen starben. Wir berichteten hier darüber. Während der unlizenzierten Techno-Veranstaltung am 2. Dezember 2016 brach in einem großen Lagerhaus ein Feuer aus, dass in die Geschichte einging. Nun müssen sich die beiden Veranstalter vor Gericht verantworten.

Veranstaltet wurde der illegale Rave von dem bekannten Techno Label 100% Silk. Gegen 23:30 Uhr brach in der besagten Nacht das Feuer in dem stillgelegten Lagerhaus aus, das auch bekannt war als das „Oakland Ghost Ship“. Auch Künstler lebten hier, lebten sich kreativ aus und hatten ihre Ateliers und Studios im „Ghost Ship“. Im gesamten Gebäude waren Massen an Kunst und Möbel zu finden. Der fatale Brand konnte erst nach fünf Stunden von der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht werden, die Suche nach Überlebenden wurde vom einstürzenden Dach extrem erschwert. Unter den 36 Toten waren auch fünf DJs des Labels, die sich in dem Gebäude aufhielten, teilweise dort wohnten. Grund für den Brand waren mehrere elektronische Mängel, die den Behörden bekannt waren. Auch nicht vorhandene Brandmelder oder Notausgänge verschlimmerten die Katastrophe.

Verantwortlich sein sollen Derick Almena und Max Harris. Die beiden mussten sich bereits vergangenes Jahr wegen 36-fachen Mords vor Gericht verantworten und wurden zu neun bzw. sechs Jahren Haft verurteilt. Doch der Richter zog das Urteil zurück, da die Angeklagten keinerlei Reue zeigten. Nun stehen Almena und Harris 36 Jahre im Gefängnis bevor, die Verteidiger behaupten weiterhin, dass der Fehler auch bei anderen Beteiligten zu suchen sei, wie beispielsweise der Feuerwehr, dem Vermieter und die örtliche Regierung, die von dem schlechten Zustand des Gebäudes gewusst hatten und die Künstler sich trotzdem dort aufhielten ließen. Deshalb droht ihnen nun ab Oktober ein ziviles Verfahren.

 

 

 

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