In der Coronakrise müssen sich so manche Verschwörungstheoretiker wohl wie die sprichwörtliche Made im Speck fühlen. Kein Wunder, denn diese globale Pandemie bietet den (mitunter kleingeistigen) Verfechtern der Theorien eine große Angriffsfläche. In Zeiten des weltweiten Ausnahmezustands und Misstrauens in Politik und Regierung lässt sich schnell mal eine Anhängerschaft auf die Beine stellen, die die noch so wildesten Denkansätze unterstützt und diese in den sozialen Medien (oder sogar auf der Straße) verbreitet.

Einer dieser aufgestellten Verschwörungsmythen besagte vor etwa 5 Monaten, dass sich in den Covid-Impfstoffen angeblich 5G-Nanochips befänden, die uns krank machen und manipulieren sollen. Laut diverser Meinungen soll dieser 5G-Chip etwa Stimmen in unseren Köpfen erzeugen und Stimmungen beeinflussen sowie Bewegungsreize erzeugen können. Unfassbar, dass es tatsächlich Menschen gibt, die dieses Szenario für die Realität halten. Aber nun das besondere (und gleichzeitig lachhafte) an der ganzen Geschichte: Der angeblich detailgetreue Schaltplan des Chips kursierte vor einiger Zeit im Internet (siehe Foto).

Es sollte nicht lange dauern, bis der Schaltplan in den sozialen Netzwerken auf Herz und Nieren untersucht wurde. Schnell war klar, dass er nicht nur absolut unplausibel war, sondern vielen Leuten auch bekannt vorkam. Wieso sollte dieser Chip Routinen besitzen, um Einstellungen an der Klangregelung und Lautstärke vornehmen zu können? Auch eine Footswitch-Routine machte herzlich wenig Sinn.

Letztlich stellte sich heraus, dass es sich bei dem angeblichen Schaltplan des 5G-Chips um die schematische Darstellung eines Gitarren-Effektpedals handelte, der des Boss Metal Zone MT-2. Und das ist wohl ein wenig zu groß, um uns injiziert zu werden…

 

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Quelle: Bonedo