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Wie kann ein Dealer im großen Stil am besten mit Beweisen überführt werden? Diese Frage stellte sich die Garda, also die irische Nationalpolizei, vor zwei Wochen, als ein auffälliges illegales Paket bei der Postbehörde eintraf und ließ sich etwas Kreatives einfallen.

Das besagte Päckchen kam aus Deutschland und war an einen gewissen Philip Noonan in Dublin adressiert. Durch Röntgen fanden die Zollbeamten ziemlich schnell heraus, dass sich darin Anomalien befanden. Und tatsächlich: Es wurden 18 Tüten mit insgesamt 36.000 Ecstasy-Pillen gefunden, die vermutlich dem Verkauf dienen sollten. Die Postbehörde arbeitete daraufhin eng mit der Garda zusammen und sie entwickelten einen Plan um den vermutlichen Dealer zu entlarven.

Also wurde ein Post-Auto gemietet, ein Beamter verkleidete sich als Postbote und lieferte das illegale Paket im Wert von 280.000 Euro an den Empfänger Philip Noonan. Als dieser den Lieferschein unterschrieben hatte, wurde er sofort von den anwesenden Polizisten festgenommen. Noonan versuchte die Schuld von sich abzuwenden, und behauptete, er wusste nicht, was sich in dem Paket befindet. Einige Tage später allerdings gab er die Tat vor dem Dublin Circuit Criminal Court zu und wurde verhaftet. Wer hätte gedacht, dass Polizisten eines Tages Drogen liefern würden…

 

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