Felix-Kröcher-970x477-1390473019

Because we are friends: Felix Kröcher im Interview


Morgen startet die zweite Auflage des Because We Are Friends Festivals in Jesendorf bei Wismar. Alle Infos zum tollen Festival findet ihr hier. Neben Dominik Eulberg, Super Flu, Andreas Henneberg oder Britta Arnold spielt Felix Kröcher für euch zum Tanz auf, weswegen wir ‘The German Techno Wunderkind’ ein paar Fragen gestellt haben.

Because we are friends: Felix Kröcher im Interview

FAZEmag: Du gehörst ja mittlerweile zu den etablierten Techno-Künstlern der Szene und spielst auf nahezu jedem wichtigen Festival. Das Because We Are Friends Festival ist kleiner und legt Wert auf seine eher unkommerzielle Ausrichtung. Sprich, es gibt keine Werbepartner oder ähnliches. Was hältst du von einer solchen Herangehensweise?

Felix Kröcher: Ich finde es interessant. Wir erleben ja seit geraumer Zeit einen regelrechten BOOM was Festivals betrifft. Vor einigen Jahren konnte man die maßgebenden Open-Airs die im Sommer stattfanden, maximal an zwei Händen abzählen, nun kommen in jeder Saison unzählige nach, die armen Booker wegen des möglichen Gebietsschutzes allerdings nicht. Mir gefällt es, wenn das Ganze etwas alternativer, eher zurück zu den Wurzeln aufgezogen und geplant wird. Wie bei allen anderen Gigs die ich zusage und spiele, habe ich mich vorab auch mit dem „Because We Are Friends Festival“ beschäftigt. Hier wird der Fokus in erster Linie auf die Musik und das Auftreten der Künstler gelegt, bei der Gestaltung der Bühnen und des gesamten Festivals würde ich von sehr viel Liebe bis ins letzte Detail sprechen. Und auch die Location selbst sagt mir zu, meine Frau kommt nicht allzu weit von dort, deshalb gibt es da quasi auch einen Bezugspunkt für mich. Die Herangehensweise spielt mir also zu und ich freue mich auf diesen Freitag, wenn ich mir das alles vor Ort anschauen darf.

FAZEmag: Nachdem du ja schon eine Welttournee hinter dir hast, seit Jahren eine eigene Radiosendung betreibst, einige Mix-Compilations und Alben veröffentlicht hast: Was für Ziele steckst du dir noch? Wann kommt das neue Album und wann das Felix Kröcher Festival?

Felix Kröcher: Ich mach ja immer irgendwas, manchmal leiser oder eben mal lauter! Nun darf ich meinen Traumberuf ja schon seit einiger Zeit ausüben, da sammelt man automatisch auch Erfahrung. Man lernt nie aus, aber in den vergangenen 15 Jahren gab es eine Vielzahl an Erlebnissen, die mich als Person und Künstler geprägt haben, bin ja praktisch erwachsen geworden in diesem Zirkus. Was ich schon mal ausschließen kann, ist ein eigenes Festival, zum einen hätte ich dazu null Zeit und zum anderen, wo auf der Landkarte soll das noch aus besagten Gründen stattfinden. Ich habe hier in meiner Region einmal im Jahr beim Hafen49 in Mannheim mein Heimspiel, das finde ich wunderbar und lässt sich mit diesem starken Team auch hervorragend umsetzen. Über ein neues Album spreche ich erst, wenn es auch spruchreif ist, ich sitze seit knapp zwei Jahren wieder mehr denn je im Studio, da könnte was kommen, oder eben nicht. Ansonsten bin ich wie immer unterwegs und lebe mein Leben.

FAZEmag: Du hast mich mit deinem Release auf Toolroom überrascht und viele deiner Fans sicherlich auch. Wie ist es zu dieser Zusammenarbeit gekommen und was dürfen wir in der nächsten Zeit erwarten?

Felix Kröcher: Ich weiß gar nicht, ob ich damit jemand überrascht habe, wenn es tatsächlich vereinzelt welche gibt, dann war das nicht die Absicht dahinter. Ich habe mir schon vor einiger Zeit das Ziel gesetzt, einfach das zu machen, worauf ich Lust habe. Nicht unbedingt immer dort statt zu finden, wo man, oder wo ich mich selbst im ersten Blick sehen würde. Damit habe ich nicht vor zu überraschen, das mache ich für mich! Und lassen wir mal die Brands außen vor, wenn ich mich verstanden und willkommen fühle, dann mach ich es, warum auch nicht? Das ist für mich aber alles noch in einer Art Prozess, das kann meiner Meinung nach noch viel wilder werden. Ich möchte damit nicht zwanghaft versuchen, auf allen Kanälen statt zu finden, meine Handschrift soll es immer tragen, aber ich habe einen großen und reizvollen Gefallen daran gefunden, mich einfach auszutoben. Vielleicht stößt das an, vielleicht zeigt der eine oder andere lachend mit dem Finger auf mich, aber auch hier bin ich im Umgang mit so etwas viel erwachsener und ausgeglichener geworden.

Und hier ein aktueller DJ-Mix von Felix, damit ihr wisst, worauf ihr euch freuen könnt.

Das könnte dich auch interessieren:

Interview: Nicole Moudaber auf dem Open Beatz Festival
Nachtbraker (Quartet Series) – DJ-Charts Mai 2016
Kakao ist die neue Szenedroge