Positive Nachrichten sind für Clubs derzeit akute Mangelware. Nach acht Monaten Corona-Krise sind die Aussichten für die Clubkultur alles andere als rosig. Umso erfreulicher, dass es nun tatsächlich mal etwas Gutes zu berichten gibt: Im Berliner Abgeordnetenhaus wurde ein Antrag durchgewunken, der die Clubkultur in Berlin als Teil der Hauptstadt anerkennt und somit in ihrem Fundament stärkt.

Der Antrag, der gemeinsam von der SPD, Der Linken und dem Bündnis 90/Die Grünen formuliert wurde, fordert unter anderem die “politische Unterstützung Berlins”, die die kreative Musik- und Clubszene dringend benötige, um “Gestaltungsfreiheit und Innovationsfähigkeit zu sichern.” Eben jene Szene präge nicht nur eine “vielfältige urbane Lebenskultur”, sondern sie schaffe darüber hinaus auch soziale Bindungen, neue kulturelle Orte und Trends sowie subkulturelle Innovationen, so ein Auszug aus dem Antrag, der auch innerhalb der CDU-Fraktion auf Zustimmung stieß. Ablehnung erfuhr der Antrag von der FDP und der AfD.

Ein weiterer Gesichtspunkt in dem 4-seitigen Dokument definiert sich über die Forderung gegenüber dem Senat, Clubs durch die Baugenehmigungsbehörden als Anlagen kultureller Zwecke zu handhaben. Darüber hinaus bildet auch der sogenannte “Lärmschutzfonds” einen wichtigen Aspekt. Er beinhaltet die Unterstützung von finanziellen Investitionen in Schallschutzmaßnahmen. Auch die Integration von Clubs in staatliche Förderprogramme soll intensiviert und kontinuierlich weitergeführt werden.

Den gesamten Antrag findet ihr hier.

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