Anfang April wurde vom Berliner Senat ein Soforthilfepaket in Höhe von 30 Millionen Euro beschlossen. Kultur- und Medienunternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern können die Hilfeleistung ab dem 11. Mai beantragen. Clubs, Festivals, Museen und viele weitere kulturelle Einrichtungen erhalten, je nach Größe des Liquiditätsengpasses, bis zu 25.000 Euro, um die durch die Corona-Krise entstandenen finanziellen Schäden auszugleichen. In Einzelfällen kann sogar eine Soforthilfe von mehr als 25.000 Euro beantragt werden. Die Auszahlung soll rund zwei Wochen nach der Stellung des Antrags erfolgen.

Wer genau kann die Soforthilfe beantragen?

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen im Kultur- und Medienbereich,

  • die nicht regelmäßig oder nicht überwiegend öffentlich gefördert werden
  • mit mehr als 10 Beschäftigten (in Vollzeitäquivalent)
  • mit Betriebsstätte oder Unternehmenssitz in Berlin und
  • die bei einem Berliner Finanzamt angemeldet sind.

Die Anträge auf Mittel aus dem Soforthilfeprogramm IV können von Montag, 11. Mai 2020, 09:00 Uhr bis zum Freitag, 15. Mai 2020, 18 Uhr in einem ausschließlich online-basierten Antragsverfahren über die Website der Investitionsbank Berlin eingereicht werden. Das geht aus der offiziellen Pressemitteilung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa hervor.

Berlins Kulturlandschaft ist weltweit einzigartig und bedarf deshalb einem gesonderten (finanziellen) Schutz. Dass die genehmigten Fördermittel unabdingbar sind, befindet auch der Kultursenator Klaus Lederer:

„Kultur prägt unsere Stadt in so vielfältiger Form. In der Corona-Krise sind Akteure im Kultur- und Medienbereich vielfach als erste und dann sehr schwer getroffen, da ihnen Einnahmen komplett wegbrechen. Es ist unsere Pflicht, ihnen zu helfen, sie finanziell zu unterstützen und ihr Überleben zu sichern – eine lebendige Demokratie braucht eine lebendige Kulturszene. Mit dem Soforthilfepaket IV erreichen wir kleine und mittlere Kulturbetriebe, die bisher ganz ohne oder ohne hinreichende Unterstützung waren. Für mich ein wichtiger Baustein zum Erhalt kulturellen Lebens in der Stadt“, so der Politiker der Linken.

Zur offiziellen Pressemitteilung gelangt ihr hier.

 

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Quelle: berlin.de
Beitragsbild: Bernardo Ferreria