Boris Johnson, der Premierminister von Großbritannien plant eine Werbekampagne, um Leute dazu zu bewegen, kein Kokain und/oder andere Drogen zu konsumieren.

Die Kampagne soll sowohl auf Reklametafeln und Postern, als auch im Radio und im Fernsehen erfolgen. Johnson will Drogen wie Kokain genauso sozial inakzeptabel machen, wie Trunkenheit am Steuer. Im Fokus steht der Drogenkonsum der Mittelklasse, der laut Regierung zu Gangaktivitäten und Gewaltverbrechen führe.

Die Times berichtete, dass der Premierminister seine Inspiration aus vorherigen Kampagnen zog. Diese hatten offensichtlich einen positiven Einfluss in Bezug auf Trunkenheit am Steuer und Verkehrssicherheit.

Die Kampagne soll noch in diesem Jahr starten und soll die Bedarfsseite des Drogenhandels anpeilen. Erst kürzlich wurden 65 Millionen Britische Pfund in Polizeikräfte im ganzen Land investiert, um die andere Seite (also die Drogenbanden) zu bekämpfen.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein konservativer Politiker mit Kokain in Verbindung gebracht wird. Johnson gab zu, auf der Uni in Oxford Kokain ausprobiert zu haben. Michael Gove, ein Minister seines Kabinets gab ebenfalls an, Kokain zu nehmen.

Der Handel von Kokain befeuert nicht nur Gewalt in den Konsumländern, sondern hat auch großen Einfluss auf die Erzeugerländer. Die Kampagne ist daher auch die neueste Möglichkeit, den „War on Drugs“ durchzuführen. Aber der scheint schon seit Ewigkeiten verloren. Legalisierung ist wohl der einzige Weg, dem ganzen Unheil ein Ende zu setzen.

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Beitragsbild: Annika Haas – Flickr