drug testing

Jahr für Jahr steigt die Zahl an Todesfällen durch Kokain und Ecstasy in Großbritannien. Dies sorgt zunehmend für ein Umdenken in Gesellschaft und Politik. Eine Gruppe von der Allparteien-Initiative „The All Party Parliament Group“, Volteface, The Loop und der Durham University hat ein Paper verfasst, das die Implementierung von Drogen-Testzonen im Nachtleben empfiehlt.

Ebenfalls wird in dem Paper die Einrichtung von einem unabhängigen Informationsdienst und Schulungen von Mitarbeitern von Clubs und Veranstaltungsorten gefordert. So soll das Bewusstsein in Bezug auf Drogen geschärft werden. Britische Festivals sollen diese Drogenpolitik ebenso übernehmen und sich mit den 3 Ps auseinandersetzen. Diese stehen für prevent/pursue/protect (= vorbeugen/verfolgen/schützen).

Von der gemeinnützigen Organisation The Loop hat sich Fiona Measham zu Wort gemeldet: „Das Nachtleben in Großbritannien leistet einen starken Beitrag zu unserem wirtschaftlichen und kulturellen Leben, wir befinden uns jedoch in einer Sackgasse. Clubs droht die Schließung wenn es dort zu Todesfällen aufgrund von Drogen kommt, ihnen droht aber auch Schließung, wenn sie versuchen Maßnahmen zur Schadensbegrenzung einzuführen.“

„Im Gegensatz dazu haben Festivals in Großbritannien wissenschaftlich abgesicherte und efektive Maßnahmen implementiert, um etwas gegen die wachsenden Probleme mit Drogenbezug, mit denen sich Großbritannien konfrontiert sieht, zu tun – wie Notfallaufnahmen, Todesfälle und verunreinigte Drogen.“

In Deutschland gibt es zwar nicht so viele Drogentote wie im Vereinigten Königreich, dennoch sollte man über diese Drogen-Testzonen nachdenken. In Österreich und der Schweiz ist diese Methode schon lange gang und gäbe. Deshalb gibt es wohl auch dort kaum Drogentote.

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