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„Endlich Wochenende, endlich Drogen nehmen.“ Mit diesem Zitat vom bekannten Rapper Sido können sich viele identifizieren. Viele Menschen konsumieren Drogen und vermischen diese auch. Wer sich dazu entscheidet bewusstseinsverändernde Substanzen einzunehmen, sollte sich vorher über die Wirkung, Nebenwirkung und die Gefahren informieren. Vor allem bei Mischkonsum gilt besondere Vorsicht, da dieser diverse Gefahren birgt.

Es ist wichtig, einzelne Substanzen zu kennen und auch wie sie zusammen mit anderen Drogen wirken. Oft ist es aber sehr schwierig, die verschiedenen Wechselwirkungen abzuschätzen. Die Kombination von mehreren Substanzen birgt große Gefahren. Um solche Risiken zu vermeiden, sollte man im Allgemeinen vom Mischkonsum absehen.

Gerne wird zum sogenannten „runterkommen“ von aufputschenden Substanzen wie Speed oder MDMA Cannabis konsumiert. So wird das „Runterkommen“ als angenehmer empfunden. Manchmal wird beim Konsum von LSD MDMA genommen, um der Wirkung entgegenzuwirken. Hier haben wir bereits über den Mischkonsum von MDMA berichtet. Bei der Kombination aus verschiedenen, psychedelischen Drogen hat man oft gar keine Wirkung. Es gibt auch sogenannte „Kreuztoleranzen“. Das bedeutet, die aktuelle Wirkung kann von der danach konsumierten Droge nicht beeinflusst werden.

Gelegentlich werden auch Substanzen konsumiert, die eine gegensätzliche Wirkung haben. Dabei ist das gerade der besondere Reiz (Beispiel: Speed und Cannabis). Beim Mischen von GHB und Alkohol kann sich die Wirkung verstärken, sodass lebensgefährliche Situationen, wie Koma oder Atemstillstand auftreten kann. Wie bereits erwähnt, raten wir generell von der Einnahme von Drogen ab. Wer sich dennoch dazu entscheidet, sollte verschiedene Substanzen nicht vermischen.

Wir haben einige Formen des Mischkonsums für euch recherchiert. Für umfangreichere Informationen besucht www.drogen-info-berlin.de.

Cannabis und Alkohol:

Das ist die wahrscheinlich häufigste Form des Mischkonsums. Allerdings verstärken sich diese Substanzen gegenseitig, sodass es oft zu Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und sogar zum Kreislaufkollaps kommen kann. Das Herz-Kreislauf-System wird außerdem stark belastet.

Cannabis und Antidepressiva

THC kann die beruhigende Wirkung von Antidepressiva sehr verstärken. Die Herzfrequenz kann enorm steigen. Ebenfalls kann die Wirkung der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer verstärkt werden.

Cannabis und Magic Mushrooms

Die psychotrope Wirkung von Magic Mushrooms wird durch den Konsum von Cannabis intensiver. Psychedelische Effekte werden klarer und deutlicher wahrgenommen. Jedoch kann bei diesem Mischkonsum eine latet vorhandene Psychose vorzeitig ausgelöst werden.

 

Crystal und Speed

Durch die Gefahr der Verwechslung wird oft Crystal anstelle von herkömmlichen Amphetamin (Speed) eingenommen. Beim Mischkonsum der beiden Substanzen kann es zu starken Nebenwirkungen kommen. Darunter Herzrasen und Schwindelgefühle. Außerdem wird bei Kombination dieser beiden Stoffe die Wirkung potenziert.

Ecstasy und Speed

Speed zerstört die Wirkung von MDMA. Der Rausch wird weniger emotional und insgesamt kälter. Häufig kommt es zu Paranoia und Überdosierungen. Es entsteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für Hirnschäden und das Stimmungstief nach der Wirkung ist größer und dauert länger an.

Ecstasy und Viagra

Sehr gefährlich. Viagra hat eine verstärkende Wirkung beim Ecstasykonsum. Es kann zu einer starken Belastung des Herz-Kreislauf-Systems kommen. Wir haben bereits in einem Artikel darüber berichtet. Hier nachzulesen.

Kokain und Heroin

Eine wirklich gefährliche Mischung. Es kann zum Atemstillstand oder Herzversagen kommen. Diese Art des Mischkonsums ist das perfekte Beispiel für sogenannte Antagonisten. Oft kommt es auch zu Überdosierungen.

Kokain und Alkohol

Die Wirkung des Alkohol wird nicht wirklich wahrgenommen. Oft kommt es zu Alkoholvergiftungen, Koma oder Atemstillstand. Wirklich nicht zu empfehlen.

GHB und Ketamin

Da beide Substanzen als Narkosemittel eingesetzt werden, sind sie sehr stark und die Gefahr eines Atemstillstands ist enorm hoch. Dieser Mischkonsum ist höchst lebensgefährlich.

Quelle: drogen-info-berlin.de

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