Lange herrschte Unsicherheit bei den Verantwortlichen des Frankfurter Museums für Moderne Elektronische Musik (MOMEM), doch nun ist die Entscheidung gefallen: Die Stadt stellt die nötigen finanziellen Mittel bereit und macht die Bahn für eine Eröffnung im kommenden Frühjahr frei. Das wird auch Zeit, denn seit 2015 verkündeten die MOMEM-Betreiber bereits drei mal ein Eröffnungsdatum und mussten anschließend immer wieder einen Rückzieher machen.

Lange Zeit lagen die Betreiber des MOMEM im Clinch mit der Stadt. Nach langen Verhandlungen erklärte sich die CDU-Fraktion nun aber bereit, das Kulturprojekt mit 500.000 Euro zu unterstützen. Nach Angaben des Kulturdezernats bestätigte der Magistrat diese Entscheidung und wartet nun nur noch auf die endgültige Zustimmung der Stadtverordnung. Dies sei jedoch reine Formsache, so der kulturpolitische Sprecher der CDU, Thomas Dürbeck.

Bereits zuvor hatten sich die SPD und die Grünen auf das Projekt eingelassen. Die CDU hingegen leistete zunächst Widerstand und forderte neben der Rückzahlung des Betrages bis Ende 2020 auch das Einwerben von Drittmitteln in Höhe von 350.000 Euro. Der Verein hinter dem Museum, „Friends of MOMEM“ war damit offensichtlich überhaupt nicht d’accord und warf der Partei vor, das Projekt bewusst verhindern zu wollen.

Thomas Dürbeck wies diese Vorwürfe allerdings ab und bezeichnet das MOMEM als eine spannende Kulturinstitution für Frankfurt. Ein paar Zweifel ließ er dennoch durchblicken: Man müsse demnach abwarten, ob das Museum nach Abzug aller Kosten mit einem Gewinn aufwarten könne. Sei dies nicht der Fall, dann wären die verlorenen Zuschüsse nicht gerechtfertigt gewesen. Wie es scheint, haben die beteiligten Parteien die Indifferenzen nun endgültig ad acta legen können, ganz zur Freude von MOMEM-Direktor Alex Azary: „Wir freuen uns, dass die Stadt Frankfurt einen Weg gefunden hat, das MOMEM zu ermöglichen.“

Mit den Fördermitteln soll das Gebäude, ein ehemaliges Kindermuseum, zunächst grundlegend saniert werden. Nach der Fertigstellung lockt das MOMEM dann mit einer äußerst kreativen und interessanten Programmplanung. Zu den Highlights gehören demnach Exponate aus den Bereichen Technik, Mode, Instrumente und Design sowie Workshops, Seminare, Lesungen, Filmabende und natürlich auch Partys.

Weitere Infos findet ihr auf der Homepage des MOMEM.

Wir drücken die Daumen, dass es diesmal endlich mit der Eröffnung klappt!

 

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Quelle: Hessenschau
Beitragsbild: Atelier Markgraph