Symbolbild


In Großbritannien nehmen illegale Corona-Partys mittlerweile derartig zu, dass die Polizei mancherorts kaum noch dagegen ankommt. Eine neue Regelung soll derweil Abhilfe schaffen.

Es ist eigentlich kaum zu glauben, was sich am vergangenen Wochenende in der englischen Küstenstadt Brighton ereignete. Rund 100 Jugendliche feierten eine wilde Haus- und Gartenparty, doch die Polizei griff trotz zahlreicher Nachbar-Beschwerden nicht ein. Wie die Daily Mail berichtet, seien die Beamten “zu beschäftigt” gewesen und hätten den Vorfall als nicht relevant genug eingeschätzt. Die Nachbarn zeigten sich dementsprechend empört.

Auf den Fotoaufnahmen ist zu erkennen, wie sich die jungen Menschen dicht an dicht befinden und gemeinsam feiern. Einer der Beteiligten sagte: “Die meisten von uns waren doch draußen, ich verstehe nicht wo das Problem ist.” Die Nachbarschaft hingegen legte wenig Verständnis an den Tag und erwies sich als überaus besorgt: “Ich war schockiert. Sie feierten überall und keiner beachtete die Social-Distancing- und Hygiene-Regeln”, so einer der Anwohner. Eine weitere Person klagte: “Wenn die Polizei sich nicht um derartige Corona-Regelmissachtungen kümmert, wer dann? Angesichts der steigenden Fallzahlen bekomme ich Angst vor der Zukunft.”

Seit vergangenem Montag gilt in Großbritannien die sogenannte “rule of six”. Sie besagt, dass sich höchsten sechs Leute gleichzeitig versammeln dürfen. Ob die illegalen Corona-Partys dadurch abnehmen werden, bleibt abzuwarten. Die Strafen dürften jedoch alles andere als mild ausfallen.

 

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Quelle: Daily Mail