Smuggling_Tunnel


Aus der Reihe ‘Meldungen, die wir nicht glauben konnten’ kredenzen wir euch heute einen Bericht von Spiegel Online. An der Grenze zwischen USA und Mexiko entdeckten Ermittler einen 800 Meter langen Drogentunnel. Der Tunnel war beleuchtet, belüftet und mit einem Schienensystem ausgestattet. Der unterirdische Gang verband Tijuana in Mexiko und die US-Stadt San Diego. Der Tunnel verlief den Behördenangaben zufolge in knapp zehn Metern Tiefe, verband zwei Lagerhäuser miteinander und gehört zu den längsten Geheimgängen dieser Art, die zwischen den beiden Staaten bislang entdeckt wurden.

Wie SPON berichtet, seien bei dem Einsatz 22 Verdächtige festgenommen und 12 Tonnen Marihuana beschlagnahmt worden. Die Verdächtigen gehören ersten Ermittlungen zufolge einer kriminellen Organisation aus dem Bundesstaat Jalisco an. Dort ist das Drogenkartell Jalisco Nueva Generación aktiv, das wiederum mit dem Sinaloa-Kartell des Drogenbosses Joaquín “El Chapo” Guzmán zusammenarbeitet. Der Kartellboss ist vor rund drei Monaten durch einen unterirdischen Tunnel aus dem Hochsicherheitsgefängnis El Altiplano im Zentrum Mexikos getürmt und seitdem auf der Flucht. Das Sinaloa-Kartell gilt in der mexikanischen Unterwelt als Meister des Tunnelbaus.

Tunnel sind eine beliebte Variante, um Drogen in die USA zu schmuggeln. In den vergangenen Jahren wurden Dutzende solcher Geheimgänge entlang der rund 3200 Kilometer langen Grenze entdeckt – allein zehn in San Diego. Der Boden ist dort sehr lehmig, Tunnel lassen sich relativ einfach graben.

 

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