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In Wietmarschen, einem kleinen Ort in Niedersachsen, nicht weit von der niederländischen Grenze, wurden Anfang des Jahres im Haus eines Rentners 185 abgeerntete Cannabispflanzen und ein Drogenlabor zum Pillen pressen, in dem sich fünf Kilo Amphetamin, 280 Gramm Kokain und neun Kilo MDMA befanden, von der Polizei entdeckt. Nun wurden die Verantwortlichen zu Haftstrafen verurteilt.

Die Ex-Frau des Mannes hatte den Ermittlern einen Tipp gegeben, dass sich die Plantage im Haus des 59-Jährigen befindet. Dass der Sohn auf dem Dachboden ein Drogenlabor eingerichtet hatte, war ihr wohl nicht bewusst. Sie verweigerte die Aussage vor Gericht.

Die chemischen Drogen waren teilweise schon in Pillenform gepresst, aber der Hausbesitzer bestritt, etwas damit zu tun zu haben. Schließlich gestand sein 27-jähriger Sohn vor Gericht, dass er für die chemischen Drogen verantwortlich sei. Er habe nach eigenen Angaben damit begonnen, als der Vater für fünf Wochen im Urlaub war.

Auch sein Vater zeigte sich kooperativ und gestand, die Cannabis-Plantage betrieben zu haben. Wenn auch mit mäßigem Erfolg, denn die Ernte soll nur einen geringen Wirkstoffgehalt aufgewiesen haben.

Obwohl die Polizei nicht beweisen konnte, dass Vater und Sohn mit den Drogen gedealt haben, wurde ihnen der Prozess wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln gemacht. Denn der Tatbestand beginne mit dem Anbau der Cannabispflanzen bzw. dem Kauf der Grundstoffe für die Herstellung der Pillen. Der Vater muss nun zwei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis und der Sohn wegen der großen Menge an chemischen Drogen ein Jahr länger. Keiner der beiden wusste von den kriminellen Machenschaften des anderen. Es war also ein Drogen-Familienbetrieb, ohne dass sie es wussten.

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