Das Berghain ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der bekannteste und gleichzeitig berüchtigste Techno-Club der Welt. Wer jemals das Privileg besaß, den Tempel betreten zu dürfen, der wird sicherlich unterschreiben, dass der Club nicht nicht nur von außen, sondern auch von innen einen unverkennbaren Look hat.

Verantwortlich für die Innenarchitektur des Berghains sind Thomas Karsten und Alexandra Erhard, die gemeinsam das Design-Studio Karhard leiten. In der Ukraine, genauer gesagt in Kiew, eröffnet nun der Club There Does Not Exist, dessen Design ebenfalls aus der kreativen Ader der beiden entspringt. There Does Not Exist befindet sich in einer ehemaligen Brauerei und scheint noch geheimnisvoller zu sein als sein Berliner Pendant. Im Netz ist kein einziges Foto der Lokalität zu finden und auch die Suche nach weiteren Informationen zum Konzept des Clubs verlief im Sande. Das Logo, ein durchgestrichenes E, ist ein mathematisches Symbol und wird auch den größten Rechen-Freaks keine weiteren Antworten geben.

Besonders merkwürdig: In San Luis, Kalifornien gibt es eine Brauerei mit dem Namen “There Does Not Exist”. Das Logo: Ein durchgestrichenes E. Die Internetpräsenz und der Instagram-Account lassen allerdings nicht darauf schließen, dass sich hier ein geheimer Techno-Bunker verbirgt. Das ist wirklich sehr seltsam…

In einem Interview mit Deutschlandfunk sprach Thomas Karsten jedoch über die Planung und Umsetzung des Projekts, die sich demnach als äußerst komplizierte Angelegenheit entpuppte. Es sei eines der herausforderndsten Projekte der letzten Jahre, so Karsten gegenüber dem Magazin. Demnach habe sich die 150 Jahre alte Brauerei in einem äußerst schlechten Zustand befunden, was enorme Baumaßnahmen mit sich zog. Technische Infrastruktur, Beheizung, Belüftung, Klimatisierung: Alles wichtige Faktoren, die nur schwer umzusetzen waren.

Mit seinem industriellen Charme weise das There Does Not Exist zwar Parallelen zum Berghain auf, eine Kopie solle es allerdings nicht werden. Dafür sei das Berghain viel zu einzigartig, befindet Karsten. Außerdem sei Kiew selbst eine äußerst aufregende und interessante Stadt, die mit Sowjet-Monumentalbauten, alter Bausubstanz und einer lebendigen und vielfältigen Szene ein enorm hohes Potential für die Techno-Kultur biete.

Wir sind gespannt, ob das Geheimnis um den There Does Not Exist bald gelüftet wird. Stay tuned!

Quelle: Deutschlandfunk

 

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