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Bei einer illegalen Party im schweizerischen St. Gallen mit rund 200 Jugendlichen ist es am vergangenen Wochenende zu Vandalismus und gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Die Teenager hatten sich in Scharen auf dem Roten Platz (Foto) versammelt und gefeiert. Mehrere Anwohner beobachteten die Szenen und schilderten die Vorkommnisse.

Als “betroffen und maßlos enttäuscht” gab sich die 66-jährige Beatrice Niedermann gegenüber dem Nachrichtenportal “Blick” aus. Ihr Geschäft am Roten Platz war von der randalierenden Meute beschädigt worden. Eine weitere Anwohnerin beschrieb die Stimmung als “recht aggressiv” und sah von ihrer Wohnung aus, wie Polizei und Jugendliche aneinander gerieten.

Steine und Stühle flogen in Richtung der Beamten, die sich daraufhin mit Reizgas und Gummischrot zur Wehr setzen mussten. Ein Polizist wurde verletzt, mehrere Personen wurden vorläufig festgenommen. Eine derartige Eskalation habe man in St. Gallen bisher noch nicht erlebt, gab ein Sprecher der Polizei zu Protokoll. Es gäbe zwar immer wieder Partys in Privatwohnungen, die aufgelöst werden müssten, aber eine solche Dimension sei bisher noch nicht erreicht worden. Als Grund für das ausufernde Aggressionspotential nannte der Sprecher die weiterhin andauernde Pandemie. “Die Nerven liegen bei vielen blank”, sagte er und ergänzte: “Gewalt ist aber trotzdem nicht gerechtfertigt – es gibt Regeln und wir haben als Polizei den Auftrag, diese durchzusetzen.”

Die Vorkommnisse in St. Gallen sind in der Schweiz (und auch wohl europaweit) kein Einzelfall. Immer wieder käme es zu Auseinandersetzungen zwischen jungen Erwachsenen und der Polizei, bekundet Pascal Siegenthaler, Sprecher der Züricher Stadtpolizei. Man habe deshalb an vielen Orten die Polizeipräsenz verstärkt.

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Quelle: Blick.ch