Vor rund fünf Jahren, im Oktober 2015, kam es in einem Bukarester Nachtclub zu einer Katastrophe: Im Club „Colectiv“ brach während eines Konzerts ein Feuer aus, 27 Menschen starben durch die Flammen, weitere 180 wurden in Krankenhäuser eingeliefert.

Die Inhaber des Clubs wurden anschließend wegen fahrlässiger Tötung verhaftet – die Brandschutzauflagen wurden nicht eingehalten. Doch Dreck am Stecken hatten nicht nur die Betreiber vom Colectiv: 37 Verletzte starben in den Wochen nach dem Brand nicht an ihren Verletzungen, sondern an bakteriellen Krankenhaus-Infektionen.

Dieser Vorfall löste einen der größten Skandale in Rumäniens Gesundheitswesen aus und legte offen, wie unzureichend die Krankenhäuser des Landes ausgestattet waren und wie fahrlässig die Patienten dort behandelt wurden.

Zu verdanken ist diese Aufdeckung des Skandals vor allem dem Journalismus und diversen Ärzten, die wichtige Informationen preisgaben. Der Filmemacher Alexander Nanau hat die Arbeit der Journalisten begleitet und nun einen Dokumentarfilm gedreht, der bereits auf dem Toronto Film Festival für Furore sorgte.

„Kollektiv – Korruption tötet“ ist in der Mediathek des MDR verfügbar.

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