Drogenbeauftragter Hendrik Streeck will staatliches Drug-Checking

Streeck
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Berlin, Bundestag, Freitagmorgen. Während draußen schon die ersten Open-Airs anlaufen, sorgt drinnen ein CDU-Mann für Kopfschütteln – und Applaus. Hendrik Streeck, Virologe und frisch ernannter Bundesdrogenbeauftragter, fordert: Staatlich finanziertes Drug-Checking.

Streeck ist überzeugt: Wer weiß, was in der Pille oder im Pulver steckt, entscheidet sich öfter dagegen – und überlebt im Zweifel. Sein Credo: Transparenz statt Totalausfall. Gerade in Städten wie Berlin läuft das Modell längst: Kokain, MDMA & Co. können in Beratungsstellen anonym und kostenlos gecheckt werden. „Es macht mich fertig, dass wir 2025 noch immer kein vernünftiges Monitoring und Warnsystem haben“, so Streeck.

Natürlich kostet das Ganze. Rund 60 Euro pro Substanzprobe – das klingt erstmal happig. Doch Streeck kontert: Nicht nur Konsumenten profitieren. Auch Behörden bekommen endlich ein klares Bild, was da draußen gerade auf den Straßen und Dancefloors zirkuliert. Ein win-win für Prävention und Frühwarnsysteme.

CDU-Konfliktkurs

Brisant: Streeck schießt damit quer zur Parteilinie. Die Union blockt seit Jahren beim Thema Drug-Checking, bleibt mehrheitlich bei der „Null-Toleranz“-Rhetorik. Streeck dagegen setzt auf Realismus statt Verdrängung. Die Zahlen sprechen für sich: Über 2.130 Drogentote allein 2024 in Deutschland. Jeder Fall ein Grund, die Debatte endlich von der ideologischen Schiene zu holen. Streeck will handeln – und macht Druck, dass Drug-Checking bundesweit zur Normalität wird.

Szene-Reality-Check

Klar ist: Auf Festivals und in Clubs sind Drug-Checking-Stationen längst Realität in Teilen Europas. Während Zürich oder Wien schon seit Jahren checken, diskutiert Deutschland noch. Streeck bringt frischen Wind – ob seine CDU-Kollegen das auch so sehen, bleibt offen.

Quelle: tagesschau.de

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