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Zum achten Mal findet dieses Jahr die Onlineumfrage Global Drug Survey von ZEIT ONLINE statt und berichtet über die Gepflogenheiten von Drogenkonsumenten. Egal, ob man einen Energydrink vor der nächsten Besprechung trinkt, oder sich nächtelang mit Kokain wegballert. Konsumenten von allen bewusstseinsverändernden Substanzen sind dabei. Und, natürlich ist das Ganze anonym und für Personen ab 16 Jahren.

In diesem Jahr stellt sich ganz klar die Frage, ob sich das Verhalten der Menschen in Bezug auf Drogen geändert hat. Schon im Frühjahr wurde eine Zwischenbefragung gemacht, die erste Hinweise auf die Auswirkungen der Pandemie auf den Drogenkonsum geliefert hatte.

Nehmen die Menschen Drogen, weil sie sich langweilen? Wird der Joint immer noch von Person zu Person gereicht? Verzichten Menschen auf Drogen, weil sie nicht gemeinsam feiern können? Oder nutzen sie gar die Zeit für eine lange eingeplante Abstinenz? Ziemlich sicher ist, dass der Alkoholkonsum im Eigenheim stark zugenommen hat. Ist ja auch klar, wenn es draußen verboten ist.

Die Global Drug Survey ist die größte unabhängige wissenschaftliche Drogenumfrage und gibt durch seine Anonymität ein relativ realistisches Bild davon, was Menschen tatsächlich im Alltag konsumieren. Und, dass sie konsumieren ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Deshalb versucht die Global Drug Survey ein offenes und ehrliches Gespräch zu fördern und den Konsum so sicher wie möglich zu halten.

Die Daten sollen bis zum Frühjahr 2021 ausgewertet werden. Dann wird der neue Drogenbericht des Global Drug Survey erscheinen. Folgende Themen dieses Jahr im Fokus der Onlinebefragung:

  • Keine Clubs, keine Bars, keine Partys – wie wirkt sich die Corona-Krise auf den Konsum von Partydrogen aus? Der GDS fragt in diesem Jahr auch, was Clubs und Kneipen im nächsten Jahr tun können, um zugleich sicher und attraktiv zu sein.
  • Ob Cannabis oder Kokain – einige Drogen werden besonders oft gemeinsam konsumiert, der Joint wird rumgereicht, das Kokain-Röhrchen geteilt. Hat sich das seit Corona verändert?
  • Trommeln auf Cremedosen oder Haare kämmen: Bei einigen Menschen lösen diese Geräusche ein angenehmes Kribbeln im Kopf aus – genannt ASMR. Auch das kann entspannen, ganz ohne Rauschmittel. Hat sich in Corona-Zeiten verändert, wo Sie Entspannung suchen?
  • Während der Krise haben sich zahlreiche Onlineberatungsangebote entwickelt, etwa im medizinischen Bereich. Könnten solche Sprechstunden auch beim Thema Drogen helfen?
  • Ein Hauch von LSD statt Kaffee? Microdoser nehmen kleinste Mengen, um produktiver zu werden. Haben Sie das schon einmal ausprobiert? Wenn ja, warum, und welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?
  • Kanada und Uruguay haben Cannabis für den Freizeitgebrauch legalisiert. In Deutschland ist die Droge seit 2017 für bestimmte medizinische Zwecke erlaubt. Welche Folgen hat das?

Macht doch auch bei der Umfrage mit! Hier geht es zur Global Drug Survey.

Quelle: zeit.de

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