Die UN-Suchtstoffkommission hat in einer historischen Entscheidung die Gefährlichkeit von Cannabis neu eingestuft und folgt damit der WHO. Cannabis wird somit nicht mehr auf einer Stufe mit Heroin oder Kokain gestellt.

Seit Jahrzehnten galt Cannabis als überaus gefährliche Droge. Vor allem, weil die Heilpflanze als erster Schritt in die Drogensucht angesehen wurde. Doch das ändert sich nun durch die Entscheidung der Kommission der Vereinten Nationen.

Bei einer Abstimmung stimmten 27 Mitglieder dafür, die Substanz von der Liste der gefährlichen Drogen zu nehmen. Gegenstimmen gab es 25 und ein Mitglied enthielt sich der Stimme. Die Entscheidung wird als bahnbrechend eingestuft.

Cannabis ist ab sofort nicht mehr gleichgestellt mit harten Drogen wie Heroin oder Fentanyl, die der Kategorie IV angehören. Das bedeutet aber nicht, dass Cannabis fortan als harmlos angesehen wird, allerdings wird das Kraut nun in eine andere Kategorie eingeordnet.

Die UN-Nachrichtenseite äußerte sich dazu: „Die Tür ist geöffnet für eine Anerkennung des medizinischen und therapeutischen Potenzials der verbreitet konsumierten, aber großteils noch illegalen Freizeitdroge.“

Eine gute Nachricht für Hanfproduzenten ist die Entscheidung sicherlich. Uruguay und Kanada haben den Verkauf und die Nutzung von Marihuana auch über den medizinischen Bereich hinaus erlaubt. Viele andere Länder verfolgen den Besitz kaum oder gar nicht strafrechtlich verfolgt.

Die Korken knallen lassen können die Cannabis-Freunde zwar noch nicht. Aber es ist wohl mal wieder ein weiterer Schritt in die richtige Richtung…

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