Seit einiger Zeit werden Drogenchecks weltweit stark diskutiert. Während eine Partei die Tests wegen der Minimierung der Gefahren völlig gutheißt, glaubt die Gegenseite an einen Freifahrtschein für den Konsum von Drogen.

Erst letzte Festivalsaison gab es erste Erfolge in Australien und England. Dort wurden auf Events die kostenlosen Tests angeboten und sehr gut angenommen. In Zürich, Holland und Österreich sind die Checks außerdem schon seit etwa zwanzig Jahren legal. Nun hat Berlin als erste deutsche Stadt ebenfalls ein Go bekommen.

Ein Rechtsgutachten hat nun ergeben, dass das Prüfen von Drogen von Beratungsstellen auf Reinheit und Dosierung nicht strafbar ist. Deshalb hat der Senat beschlossen die Drogenchecks in Berliner Clubs zu erlauben. Und das Beste daran: Das Checking wird mit 150.000 Euro staatlich finanziert. Grund dafür ist Rot-Rot-Grün, die sich laut Koalitionsvertrag für die „Verminderung der Begleitrisiken von Drogenkonsum“ stark machen wollten.

Getestet werden können alle bekannten Partydrogen wie Ecstasy, Kokain, MDMA und sogar LSD. Dabei wird nicht nur die Höhe der Dosierung geprüft, sondern auch schädliche oder sogar lebensbedrohliche Stoffe werden identifiziert, die oft zum Strecken genutzt werden. Beauftragte des Projekts sind drei freie Träger der Berliner Suchthilfe. Allerdings ist noch unklar wann genau das Drug Checking eingeführt wird und in Clubs verfügbar sein wird. Die Gelder sind jedenfalls für das Jahr 2020/2021 bereits eingeplant.

 

 

 

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Quelle: www.rbb24.de