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Ein Engländer hat versucht aus Jamaika Kokain nach Belgien einzuschmuggeln. Er wurde am Brüsseler Flughafen aufgehalten und musste sich bei einer Kontrolle einem Drogentest unterziehen. Dabei wurden Spuren von Kokain entdeckt.

Als der Mann in ein örtliches Krankenhaus gebracht wurde, stellten die Polizisten fest, dass er 127 Gramm Kokain in einem künstlichen Penis versteckt hatte. Angeblich soll es sich bei den Drogen um Eigenbedarf gehandelt haben.

Der Mann gab an, dass er seine Mutter in Jamaika besucht und ihm ein Bekannter das Kokain angeboten hatte. Die Drogen waren nur für den Eigenbedarf bestimmt, die er nach der Rückkehr einnehmen wollte. Der Besitz geringer Mengen zum Eigenbedarf wird in fast allen europäischen Ländern angezeigt, führt aber meist nicht zu einer Anklage.

Da es sich aber um 127 Gramm handelt, forderten die Behörden eine Haftstrafe von 36 Monaten. Und das, obwohl die Staatsanwaltschaft nicht nachweisen konnte, dass es sich bei dem Vorfall um Drogenschmuggel handelte.

Der Anwalt des Mannes brachte das Argument, dass sein Mandant gesundheitlich angeschlagen sei und unter der Haftstrafe sehr leiden würde. Er habe Nierenprobleme und muss auf eine ausgewogene Ernährung achten. Dies könne das Gefängnisessen nicht gewährleisten.

Vielleicht wäre es ein guter Anfang, auf das Kokain zu verzichten. Koksen ist bestimmt auch nicht gerade förderlich bei einer Nierenkrankheit.

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