Kokain in großem Stil auf dem Friedhof verkauft – Bild von TuendeBede auf Pixabay


Wie beim Fast-Food-Restaurant haben ein paar Dealer aus Rom ihre Drogen auf dem größten Friedhof Italiens verkauft. Nun hat die Polizei der Bande das Handwerk gelegt.

Die Drogendealer hatten sich als Blumenverkäufer getarnt und so ihren Drive-in betrieben. Die Kunden kamen meist mit dem Auto und mussten nicht mal aussteigen. Angeblich waren sogar drei korrupte Polizisten an dem Geschäft beteiligt.

Eine Gruppe von Anti-Mafia-Staatsanwälten hat im Zuge der „Operation Cleopatra“ die Ermittlungen aufgenommen. Es wurden 22 Verdächtigte festgenommen, von denen die Hälfte in Untersuchungshaft sitzt. Weitere sechs Leute stehen unter Hausarrest. Die geschmierten Polizisten sind wohl auch unter den Festgenommenen. Dies ist aber bislang ungeklärt.

Die größtenteils aus Ägypten stammenden Dealer trafen sich regelmäßig in einem Restaurant mit dem Namen Cleopatra. Drogen hatten sie in Blumentöpfen, Blumenbeeten und Büschen rund um den Stand am Flaminio-Friedhof versteckt. Der Friedhof befindet sich am nördlichen Stadtrand von Rom und ist der größte in ganz Italien.

In der Nacht, wenn der Friedhof geschlossen war, wurde das Geschäft an einen nahegelegenen Bahnhof verlegt. Und auch in einer Metzgerei wurden Drogen verkauft. Die Ermittler gaben an, dass die Bande täglich bis zu 20.000 Euro mit den Drogen einnahmen.

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