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Einer der ältesten Clubs der Schweiz geht Konkurs und schließt seine Pforten: Das P1 in Dübendorf, einem Bezirk des Kantons Zürich.

1985 in Betrieb genommen, entwickelte sich der Laden schnell zu einem angesagten Nachtclub. Profitieren konnte das P1 dabei auch vom rigorosen “Don Raffi”, ein korrupter Zürcher Chefbeamter, der letztlich entschied, ob ein Club nachts öffnen durfte und horrende Gebühren dafür verlangte. Das Nachtleben in Zürich war also teilweise eingeschränkt und so kam das etwas ländlichere gelegene P1 ins Spiel, das fortan Menschen von überall anlockte.

Die glorreichen Zeiten hielten mehrere Jahrzehnte an, doch schon weitaus vor Corona hatte sich der Niedergang des P1 angebahnt: Rauchverbot, Alkohol-Auflagen und die komplexe Anreise hielten zahlreiche potentielle Gäste ab. Eine Änderung des Konzepts sei aber niemals in Frage gekommen, so Mitinhaber und Clubgründer Christian Hausheer.

Ende 2019 plante man dann schließlich doch größere Investitionen und Veränderungen. Ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, denn nur kurze Zeit brach die Corona-Pandemie aus: Die Planungen gerieten ins Stocken und der finanzielle Kollaps rückte immer näher. Knapp ein Jahr später ist das Aus des P1 nun endgültig besiegelt.

Aktuell laufen Verhandlungen zur Übernahme des Clubs. Womöglich wird also schon bald wieder im P1 getanzt werden. Wollen wir es hoffen.

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Quelle: Neue Zürcher Zeitung

Beitragsbild: Jeremy Kohler