Das Duisburger Landgericht zieht in Erwägung, den Loveparade-Prozess einzustellen. Alle Beteiligte des Verfahrens sollen sich bis zum 20. April dazu äußern.

Der Prozess behandelt die Schuldfrage der Loveparade-Katastrophe 2010 in Duisburg. Bei einer Massenpanik kamen damals 21 Menschen ums Leben, über 650 wurden verletzt.

Grund für die Einstellung ist die Corona-Pandemie, da zur Zeit nicht absehbar sei, wann  und wie die Verhandlung normal weitergeführt werden könnte, da mehrere Beteilige der Risikogruppe angehören. Durch diese Verzögerungen würde der Prozess noch sehr lange dauern und ein Urteil wird dadurch unwahrscheinlich, da die angeklagten Taten nach 10 Jahren verjähren.

Im letzten Jahr wurde der Prozess schon für sieben der zehn Angeklagten das Verfahren eingestellt, wir berichteten HIER darüber.

 

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Quelle: Spiegel
Fotos: Tassilo Dicke