Antonio Hant Corallo - Elephant Studio-9046


Welcome back! Der Love Family Park meldete sich am vergangenen Wochenende nach einjähriger Daseinspause zurück. Und zwar mit Pauken und Trompeten. Was im Vorfeld mit 20.000 Ticketverkäufen längst ausverkauft war, generierte sich am vergangenen Samstag von 10:00 bis 20:00 Uhr zum absoluten Techno-Showdown. Mit unter anderem Sven Väth, Ricardo Villalobos, Adriatique und Solomun an den Reglern war das 1-Day-Event ein voller Erfolg.

Warum die einjährige Pause in 2017? Da man lizenzbedingt keine Einigung mit dem bisherigen Locationbetreiber in Mainz erzielen konnte. Aber deshalb den Kopf in den Sand stecken? Auf gar keinen Fall! Denn Rüsselsheim zeigte sich sehr techno-kooperativ und stellte eine wunderbare Kulisse – direkt am Wasser gelegen – zur Verfügung. Auch das Sicherheitskonzept war von Erfolg gekrönt. Es gab keine nennenswerten Vorfälle und man fühlte sich als Besucher durch die große Präsenz von Security und Polizei überall auf dem Gelände sehr sicher.

Love Family Park ohne Dominik Eulberg.
Eine kleine Hiobsbotschaft mussten Event-Veranstalter wie Besucher allerdings verkraften und hinnehmen. Denn Dominik Eulberg konnte sein Set nicht wahrnehmen. Da der Flughafen München aufgrund einer „auffälligen“ Person im Sicherheitsbereich gesperrt und zum Teil evakuiert werden musste, schaffte es die House- und Minimal-Legende leider nicht nach Rüsselsheim. Glück im Unglück hatten aber somit die Gäste als auch Butch. Letzterer eröffnete den LFP und weitete hilfsbereit sein Set von zwei auf vier Stunden aus und ersetzte somit seinen Kollegen Dominik.

Doch zurück zum Positiven: 21 Künstler haben auf vier Bühnen feinsten elektronischen Sound wiedergegeben. Amelie Lens feierte ihr Debüt, ebenso wie Boris Brejcha und Maceo Plex. Live-Shows gab es unter anderem von Fritz Kalkbrenner und Lexy & K-Paul. Und auch Adriatique, Chris Liebing, Dixon, Karotte, Oliver Koltzeki, Pan-Pot und Seth Troxler lieferten ab. Und zwar 1a!

Klar, oder, wer bei der 22. Edition des LFP für Gänsehautmomente sorgte? Eben. Sven Väth. Der legte ein bombastisches Set hin und begeisterte auf allen Kanälen. Man darf sich getrost also auf die 2019er-Ausgabe des Love Family Parks freuen, der hoffentlich wieder in Rüsselsheim über die Bühne gehen wird. Nach dem Sensationserfolg und der wunderbaren Kooperation mit den Behörden steht dem eigentlich nichts mehr im Weg. Und wenn dann auch noch die Getränkepreise etwas moderater sind – umso besser. Denn 6 EUro für ein Wasser – und das bei 35 Grad im Schatten – na ja. Aber gut – so wurde in letzter Minute noch die Möglichkeit geschaffen, sich mit kostenlosem Trinkwasser an zwei Ständen auf dem Festivalgelände zu versorgen.

Auf ein Neues! Wir sehen uns 2019 zum 23. Love Family Park in … Rüsselsheim?

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Hier ein paar visuelle Eindrücke aus 2018:

(C) Foto: Antonio Hant Corallo – Elephant Studio-9046