Eine 57-jährige Frau aus München füllte das Lösungsmittel Gamma-Butyrolacton (GBL) in Getränke ab und brachte so mehrere Menschen in Lebensgefahr. Scheinbar hatten Stimmen in ihrem Kopf sie zu dieser Tat getrieben. Seit dem Verbot von GHB wird GBL oft als Ersatzdroge verwendet. Falls ihr vergessen habt, was GHB ist: Hier entlang.

Laut Anklage bestellte die Frau über das Internet größere Mengen GBL und füllte es während einer Bücherschau in Getränke ab. Eine 49-Jährige war mit ihren beiden Töchtern dort und sie tranken Apfelschorle. Die Kinder befanden die Getränke für komisch schmeckend und brachen kurz darauf bewusstlos zusammen. Sie kamen auf die Intensivstation und wachten erst nachts wieder auf.

Einige Monate später füllte die Münchner Giftmischerin, wie die Presse sie nannte, erneut GBL in Getränkeflaschen ab. Diesmal in zwei Münchner Supermärkten. Die Mengen waren definitiv tödlich, was die Täterin billigend in Kauf nahm. Es handelte sich laut Anklage um 45 bis 65 Gramm GBL. Bereits 3,4 Gramm der Substanz können zu einem Koma führen. Insgesamt drei Kunden tranken aus den Flaschen und mussten später in einer Klinik behandelt werden.

Bei der Giftmischerin wurde bereits 1998 eine Schizophrenie festgestellt. Infolgedessen gilt sie teilweise als schuldunfähig. Immer wieder hörte sie Stimmen, die ihr auch die begangenen Taten befohlen haben sollen. Ebenfalls hatten ihr die Stimmen einen Trip nach Asien befohlen, wo sie alleine durch die Berge wanderte und dort beinahe ums Leben kam.

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