So verändert sich euer Charakter durch Speed


Speed, Amphe, Pep, Schnelles. Amphetamin hat viele Namen und der Konsum der Droge hat in den letzten Jahren weltweit zugenommen. Wie bei vielen Drogen birgt die Substanz ein hohes Suchtpotential und kann den Charakter auf lange Zeit verändern.

Der Konsum von Speed führt zu einem übersteigerten Selbstbewusstsein und erhöhter Wachsamkeit. Aus diesem Grund wird zum Beispiel auch Ritalin von vielen Studenten zum lernen benutzt. Ebenfalls werden Hunger, Durst und Schmerzen vom Konsumenten kaum wahrgenommen.

Dies ist auf die verstärkte und unnatürliche Freisetzung von Dopamin und Noradrenalin zurückzuführen. Diese sogenannten Botenstoffe, die Informationen von einer Nervenzelle zur nächsten weitergeleitet. Daher wirkt Amphetamin anregend und stimulierend.

Leider gibt es neben den gewünschten Wirkungen auch langanhaltende Veränderungen im Gehirn. Ein US-amerikanisches Forscherteam hat herausgefunden, dass bei Personen, die längerfristig Amphetamin konsumierten, weniger Dopamin in ihren Nervenzellen besitzen. Dies wirkt sich negativ auf das Gedächtnis und motorische Fähigkeiten aus.

Des Weiteren wurde festgestellt, dass der Glukoseverbrauch des Gehirns der Probanden wesentlich höher ist, als bei Nicht-Konsumenten. Der Glukoseverbrauch ist ein Anzeichen für Aktivität und Vitalität des Gehirns. Er kann auch auf eine Entzündung des Gehirns hinweisen.

Kurz gesagt: da ehemalige Speed-Konsumenten weniger Glukose im Gehirn verarbeiten können, führt dies oft zur Zerstörung der Nervenzellen. Durch den Konsum von Amphetamin können folgende psychische Folgen auftreten:

  • Depression
  • Angstzustände
  • Erschöpfung
  • Ruhelosigkeit
  • Gereiztheit und gesteigerte Aggressivität
  • Hemmungslosigkeit und fehlende Kritikfähigkeit
  • Risiko von Amphetamin-Psychosen, die bis zu einem Monat anhalten können
  • chronisch Konsumierende können stundenlang repetitiven, sinnlosen Tätigkeiten nachgehen

Derzeit ist unklar, ob sich das Gehirn von diesen Attacken wieder erholen kann. Auch lässt sich nicht ausschließen, ob erhöhter Speed-Konsum zu degenerativen Gehirnerkrankungen wie Parkinson führen kann.

Amphetamin hat auch starke Auswirkungen auf den Körper. Bekannte Auswirkungen sind:

  • Gewichtsverlust
  • Akne (sogenannte Speed-Pickel)
  • Schwächung des Immunsystems
  • Organschädigung (insbesondere Niere, Magen, Darm) sowie Lungenödeme
  • Herzrhythmusstörungen und Schädigungen des Herzens
  • Austrocknung der Schleimhäute in Mund und Rachen
  • schwer heilende Wunden
  • Erschöpfungszustände, Schlafstörungen

Wir wissen ja, dass wir euch prinzipiell nicht vom Konsum derartiger Substanzen abhalten können. Aber vielleicht können wir euch ja mit Artikeln wie diesen ein bisschen ins Gewissen reden. Überdenkt übermäßigen Konsum, denn wie ihr ja wisst: die Dosis macht das Gift.

Das könnte dich auch interessieren:
Berliner Start-Up-Gründer plant LSD-Experiment mit Obdachlosen
Zöllner beschlagnahmen riesige Menge Kokain in Bremerhaven
Studie: Ecstasy zur Behandlung von Alkoholismus verwendet
Boris Johnson will Leute dazu bewegen kein Kokain zu nehmen