Dem Jahresbericht des BVMI (Bundesverband Musikindustrie) entnommen, hat die Musikindustrie in Deutschland im vergangenen Jahr ein deutliches Umsatzplus zu verzeichnen. Um 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen, hat die Branche in 2019 Erlöse in Summe von 1,62 Milliarden Euro zu verzeichnen und bildet somit den viertgrößten Musikmarkt der Welt. 

Zurückzuführen sei dieser Zugewinn auf mehrere Faktoren, wie z. B. der Dynamik des Audio-Streamings (+27,0 Prozent), das nunmehr mit 55,1 Prozent den Größten Anteil am Marksegment einnehme und auch den Rückgang der Nachfrage nach CDs erkläre (-10,5 Prozent) aber auch einer deutlich gestiegenen Nachfrage an Vinyl-Schallplatten (+13,3 Prozent).

Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des BVMI kommentiert:

„2019 war ein sehr erfreuliches Jahr, wir sehen das größte Umsatzplus seit langer Zeit, was verdeutlicht, in welch dynamischem Markt sich die Branche derzeit befindet. Das Geschäft hat sich mittlerweile zu zwei Dritteln in den digitalen Raum verlagert, Audio-Streaming allein liefert mehr als die Hälfte der Brancheneinnahmen. Es ist in den letzten Jahren gelungen, den digitalen Markt erfolgreich zu erschließen und zu Wachstum zu führen, ohne dabei das physische Produkt aus den Augen zu verlieren…“

Die fünf anteilig stärksten Genres waren:
1. Pop mit 25,8 Prozent
2. Hip-Hop mit 19,7 Prozent
3. Rock mit 19,6 Prozent
4. Kinderprodukte 9,8 Prozent
5. Dance 7,3 Prozent

Den gesamten Jahresbericht könnt ihr euch hier anschauen.

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