Unter dem Motto „No Music On A Dead Planet“ machen die beiden großen Independent-Labels Ninja Tune und Beggars gemeinsame Sache und verkünden ambitionierte Pläne, um ihre Unternehmen künftig in eine Kohlenstoff-negative Position zu bringen.

Passend zu der von Music Declares Emergency kuratierten Woche „Turn Up The Volume“, die danach strebt mithilfe von bereits stattfindenden Arbeiten, die den Fokus auf Nachhaltigkeit legen, eine bessere Zukunft zu gestalten. Die beiden Labels gehen nun einen weiteren Schritt in eine umweltbewusstere Unternehmenspolitik. Im März gründeten Ninja Tune und Beggars die Impala Sustainability Taskforce, um weitere Indies aus Europa zu bekräftigen, gemeinsam an Nachhaltigkeit zu arbeiten.

Mit der Minimierung von Geschäftsreisen und der Förderung der Umstellung von Presswerken auf erneuerbare Energien tragen die beiden Labels bereits zu einer grüneren Zukunft bei. Ihre Büros haben sie schon auf erneuerbare Energien umgestellt. Priorisiert werden vor allem die Kohlenstoffemissionen, die es zu reduzieren gilt, damit man die gesetzten Ziele des Pariser Klima-Abkommens realisiert. „Wir haben hart daran gearbeitet, sicherzustellen, dass der von uns festgelegte Weg wissenschaftlich fundiert ist und auf einer strengen Analyse der verfügbaren Daten beruht.“, sagt Will Hutton, der Leiter für Nachhaltigkeit der Beggars Group.

Ninja Tune hat sich sogar ein noch ehrgeizigeres Ziel gesetzt, denn sie wollen bis Ende 2021 ein CO2-negativer Betrieb werden. Um das zu erreichen, werden sie ihre eigene Umweltbelastung prüfen und die Reduktion zum Beispiel auch durch das Pflanzen von Bäumen oder Regenwaldschutz ausgleichen. Ebenfalls werden die typischen CD-Jewelcases abgeschafft und es erfolgt eine Umstellung von 180-Gramm- auf 140-Gramm-Vinyl.

Der Geschäftsführer von Ninja Tune, Peter Quicke, teilte mit: „Die Klimakrise betrifft bereits Millionen von Menschen, die Regierungen müssen jetzt handeln. Ninja Tunes eigene Net-Zero-Verpflichtung spiegelt ein aktives Streben nach Nachhaltigkeit wider, aber es ist auch ein Aufruf zu weitreichenden Veränderungen.“.

Paul Redding, CEO der Beggars Group, sagte: „Musik hat die Macht zu helfen, gesellschaftliche Maßnahmen zur Klimakrise zu katalysieren, daher ist es wichtig, dass wir als Unternehmen alles tun, was wir können, um die Umwelt zu schützen. Wir können das nicht alleine tun. Wir sind nur ein kleiner Teil einer größeren Gemeinschaft, die aus Künstler*innen, Musikverbänden und Zulieferern besteht. Es ist wichtig, dass wir koordiniert arbeiten, um Nachhaltigkeitsthemen gemeinsam als Branche anzugehen.“.

 

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